Was wäre die Erde ohne den Mond, ihren nächsten Trabanten? Seit Jahrhunderten spekulieren Philosophen wie Forscher über den Einfluss des Mondes auf das Leben unserer Erde, schreiben die Menschen dem Mond besondere Kräfte zu. Mondkalender raten dazu, Pflanzrhythmen und die eigene Lebensweise den Mondphasen anzupassen; wissenschaftliche Spekulationen über Helium-3-Reserven nähren die Zukunftshoffnung auf unbegrenzte Energien. Taugt der Mond, 40 Jahre nach der ersten bemannten Mondfahrt, immer noch zur Projektionsfläche unserer Wünsche, Ängste und Hoffnungen? Mit einer Fülle von Material aus verschiedensten Epochen und Kulturen führt Bernd Brunners originell illustriertes Mondbuch durch die Geschichte unserer Beziehung zu dem unbelebten und doch so geheimnisvollen Trabanten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.09.2011
Sehr zufrieden ist Tilman Spreckelsen mit Bernd Brunners Buch über den Mond. Er lobt das Werk als einen wahren Parforceritt durch die Thematik, bei dem Wissenschaft, Dichtung und Mythen kommen gleichberechtigt zu Wort kommen. Spreckelsen schätzt den Materialreichtum des Buchs und das breite thematische Spektrum: neben Mondmythen verschiedener Völker und der Anbetung des Mondes in der Dichtung findet er darin die Geschichte großer Astronomen und Forscher. Nicht zuletzt wird auch das Wissen heutiger Astrophysiker referiert. Bisweilen kann sich Spreckelsen nicht des Eindrucks erwehren, es mit einer Aneinanderreihung von Forschern, Ideen etcetera zu tun zu haben. Ein wenig vermisst er die Gewichtung und Gestaltung des ausgebreiteten Materials. Alles in allem hat das Werk jedoch einen positiven Eindruck bei ihm hinterlassen, zumal es Lust auf eine eingehendere Lektüre der Quellentexte macht.
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