Aus dem Französischen von Edmund Jacoby. Illustrationen von Yan Nascimbene. Jan träumt davon, eine richtige Burg zu besitzen, mit allem drum und dran. Und während sein Vater in seiner riesigen Bibliothek sitzt, um ein Gedicht von viertausendfünfhundertundzwölf Versen zu verfassen, sucht Jan nach Baumaterial für seine Burg. Und er findet es ? in den Büchern seines Vaters. Bernard Clavels Geschichte handelt vom Burgenbauen und vom Dichten, das sehr viel mit Bauen und Konstruieren gemeinsam hat. Und sie handelt von einem Vater und einem Sohn, die entdecken, wie ähnlich sie sich sind.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 04.10.2001
Zwiespältig findet Karla Schneider das Buch von Bernard Clavel über den Sohn eines Bibliomanen, der die Bücherberge des Vaters dazu nutzt, eine Ritterburg zu bauen. Der Vater nämlich baut auch - an einem 4512 Verse langen Poem, den er mit Wörtern aus eben jenen Büchern spickt. Der Rezensentin ist das zu dick aufgetragen, für sie liegt "eine Art allegorischer Kunsteisnebel" über den Zeilen. Doch das Buch wird gerettet durch die Illustrationen von Yan Nascimbene. Dessen Bilder sind für Schneider eine Mischung aus akkuratem Comicstrip und Plakatkunst. Die Rezensentin lässt sich hier sogar zu einem Vergleich mit dem "Tim und Struppi"-Zeichner Hergé verleiten. Im Gegensatz zu Clavel, so Schneider, beschränkt sich Nascimbene auf das für Kinder Fassbare.
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