Es geht um alles oder nichts in diesen Geschichten. Sie handeln vom Unglück, frei zu sein, und von einer Frau, die vor eine existenzielle Entscheidung gestellt wird. Von einem Ort, an dem keiner freiwillig ist und der dennoch zur Heimat wird. Von einem erfolglosen Drehbuchautor der Gegenwart, der in das New Hollywood des Jahres 1973 katapultiert wird und nun vier Jahre Zeit hat, die berühmteste Filmidee des 20. Jahrhunderts zu stehlen. Und nicht zuletzt eine Erzählung aus dem Universum von "Vom Ende der Einsamkeit", die Licht auf ein dunkles Familiengeheimnis wirft. Zehn höchst unterschiedliche Geschichten aus einer Welt, in der Lügen, Träume und Wahrheit ineinanderfließen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.01.2019
Oliver Jungen begreift nicht, warum diese Fingerübungen von Benedict Wells als Hardcover unters Volk müssen. Disparat und harmlos, sprachlich schülerhaft erzählt der Autor hier laut Rezensent klischeehaft von reuigen Managern, eifersüchtigen Büchern in einer Bibliothek und einer alternativen Filmgeschichte, in der eine Zeitmaschine eine tragende Rolle spielt. Klingt in seiner Kunstlosigkeit und symbolischen Bemühtheit für Jungen sehr nach Creative-writing-Kurs.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.10.2018
Rezensent Martin Ebel schätzt die Bedeutung der Erzählungen von Benedict Wells nicht geringer als die seines Erfolgromans. Stilistisch und formal schreitet der Autor hier ein weites Feld ab, meint er, außerdem scheint ihm der Band mit seinen thematischen und motivischen Verbindungen klug komponiert. Ob Wells eine Zeitreise-Fantasie ins Werk setzt, eine Short Story a la Hemingway verfasst oder über Künstlermoral nachdenkt, die Texte, durchaus von unterschiedlicher Qualität, aber durchweg ernsthaft, anspielungsreich und elegant geschrieben, wie Ebel findet, öffnen Denkräume, versichert er.
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