Penguin Verlag, München 2026
ISBN
9783328604617 Gebunden, 512 Seiten, 25,00
EUR
Klappentext
Aus dem Italienischen von Anja Nattefort. Eine unerschütterliche Freundschaft, die vom Krieg auf die Probe gestellt wird. Und ein unbedingter Wille zum Widerstand, den die Gesellschaft nicht brechen kann. Durch die nachtschwarzen Straßen von Monza läuft ein junges Mädchen, das Nachthemd klebt ihr am Rücken, ihre Füße sind nackt. Es ist das Jahr 1940 und Francesca hat seit vier Jahren nichts mehr von ihrer besten Freundin Maddalena gehört. Seit dem Tag, an dem diese weggesperrt wurde. Und auch Francescas Leben ist aus den Fugen geraten: Das Haus ihrer Eltern betritt sie nicht mehr, ihre Mutter schimpft sie eine "Malacarne", eine durch und durch Verkommene. Dann endlich kehrt Maddalena in den Ort zurück. Äußerlich kaum verändert, ist sie doch eine völlig andere. Ein unüberwindbarer Graben scheint die Freundinnen zu entzweien. Während Italien in den Krieg eintritt, müssen sie sich entscheiden: füreinander einstehen oder für immer getrennte Wege gehen? Mit ungeheurer erzählerischer Kraft entführt uns Beatrice Salvioni in das Italien der 1940er-Jahre.
Einen "saftigen Italo-Wälzer" mit kleinen Mängeln bekommt Rezensentin Maike Albath hier vorgelegt. Beatrice Salvioni schreibt ihre Geschichte um die beiden Freundinnen Maddalena und Francesca weiter, die sich im Italien der Jahre 1939-1945 gegen die Faschisten behaupten müssen. Eine komplexe historische Zeit ist das, mit Mussolini als von den Nazis eingesetzer Marionette und der Formung des italienischen Widerstands in der Bevölkerung. Es ist ganz schön was los in dieser Fortsetzung, in der Maddalena aus der Psychiatrie entlassen wird und Francesca sich dem Widerstand anschließt, wie wir lesen. Es gibt viele "Show-Downs" und dramatische Momente, Leidenschaft, verrät die Kritikerin. Das ist manchmal etwas übertrieben, genauso wie die Figurenzeichnung ein wenig karikaturenhaft gerät. Wer sich an Salvionis zuweilen etwas unbeholfener Sprache nicht stört, wird hier aber trotz allem gut unterhalten, schließt die Kritikerin.
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