Aus dem Französischen von Claudia Sandberg. Ein kleiner Junge sieht jeden Tag auf seinem Schulweg einen Mann in einer dunklen Ecke sitzen, weit ab vom lebendigen Treiben. Er ist fasziniert von diesem riesigen Kerl, den er sich als den König eines fernen und fremden Landes vorstellt. Sein Vater sagt aber, dass er ein Stadtstreicher sei. Für den Jungen entwickelt sich eine tiefe Verbundenheit und Freundschaft...
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 25.11.2016
Karin Gruß nähert sich mit Barroux und seiner Geschichte des obdachlosen Ahmed auf sanfte Weise den Themen Armut und Integration. Jungen und älteren Lesern empfiehlt sie das Buch, in dem der Autor aus Kindersicht auf jene Namenlosen am Rand der Gesellschaft schauen lässt, jene wie Ahmed, der 2006 in Paris erfror und dem Barroux nun Achtung und Haltung zurückgibt, Gelassenheit und Schönheit, wie die Rezensentin schreibt. Wie Barroux mit warmen, lichten Farben eine zauberische Gegenwelt zum Alltag des Obdachlosen entwirft und der Idee des Kindes von einer gerechten Welt damit näherkommt, hat Gruß beeindruckt. Die Erfahrungen des Autors als Reisender zwischen den Kulturen kommen dem Buch laut Rezensentin zugute, ebenso Barroux' experimenteller Umgang mit Maltechniken und sein gerader Erzählton, der ohne Pädagogik auskommt, wie Gruß erklärt.
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