Aus dem Englischen von Johann Christoph Maass. Durch Zufall treffen sie sich, in einer Hotelbar in einer kleinen englischen Stadt: ein Mann und eine Frau in ihren Sechzigern, zwei Fremde, die einander ihre Geschichten erzählen. Sie ist einsam, ihr Leben ist voller unerfüllter Träume, ihre Tage verlaufen stets gleich, einzig bei der Arbeit im Garten findet sie zu sich. Er ist ehemaliger Schauspieler, und seine Geschichte ist die einer endlosen Suche nach jemandem, den er verloren hat. Seit Jahrzehnten führt er ein haltloses Leben im Dazwischen: Wann immer er eine Tür öffnet, droht er, in eine neue Existenz hineinkatapultiert zu werden. Hunderte Leben hat er berührt, niemand ist ihm geblieben. Doch diese Begegnung wird sie beide verändern - und einen Neuanfang bedeuten.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 13.02.2021
Rezensentin Manuela Reichart scheint ganz verzaubert von Barney Norris modernem Liebesmärchen. Die Geschichte einer alten Träumerin und ihrer Begegnung mit einem Fremden, der ihr seine Lebensgeschichte erzählt, saugt sie ungläubig staunend auf. Staunend auch über das einfühlsame Können des relativ jungen Autors, seinen souveränen Umgang mit der Märchentradition und ein Happy End der Liebe, das Reichart nicht kitschig findet, sondern einfach beglückend.
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