Systemwettbewerb ist ein komplexes und kontrovers diskutiertes wirtschaftswissenschaftliches Thema, bei dem es um das Konkurrenzverhältnis zwischen Anbietern von Rechtssystemen geht. Die wirtschaftspolitische Beratung sieht sich in einem Dilemma: Sollte beispielsweise die institutionelle Reform der EU so erfolgen, dass Systemwettbewerb zwischen den Mitgliedern gestärkt wird, oder sollte dieser durch Harmonisierung nationalen Rechts ausgeschaltet werden? Sind möglicherweise sogar die üblichen Staatsformen überholt und liegt die beste Antwot auf die Herausforderungen des Systemwettbewerbs in einer Föderation kleiner funktionaler Regionen mit verfassungsmäßig verbrieftem Sezessionsrecht? Welche Theorie des Systemwettbewerbs - wenn es überhaupt eine solche gibt - liefert das beste wirtschaftspolitische Entscheidungsmodell? Zur Beantwortung dieser Fragen ist neben einem tiefgehenden Verständnis der ökonomischen Theorie auch ein Verständnis des ökonomischen Wissenswandels nötig, denn die wirtschaftspolitischen Handlungsempfehlungen ändern sich mit der Entwicklung des theoretischen Verständnisses.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.06.2005
In seinem Buch stellt Athanassios Pitsoulis verschiedene Theorien des Systemwettbewerbs vor und zeichnet deren Entwicklungen nach, konstatiert Klaus Peter Krause. Dabei sei der Begriff Systemwettbewerb zwar ein "alter Hut" und unter "Ordoliberalen" als "Wettbewerb der Ordnungen" seit langem bekannt, räumt der Rezensent ein. Dennoch mache Pitsoulis' Darstellung deutlich, dass es so etwas wie eine einheitliche Theorie des Systemwettbewerbs nicht gibt, weshalb er dessen Buch als Einführung in die verschiedenen "Denkschulen" und "Konzepte" für die "weitere Forschung" verstanden wissen will, erklärt Krause. Munter bemerkt er, dass damit der "alte Hut" vom Wettbewerb der Ordnungen nicht einfach nur "gelüftet, sondern auch gut durchlüftet" wird.
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