Arthur Heinrich

Der Deutsche Fußball-Bund: Eine politische Geschichte

PapyRossa Verlag, Köln 1999
ISBN 9783894381943
Broschiert, 296 Seiten, 15,24 EUR

Klappentext

Die Vergangenheit des DFB reduziert sich gemeinhin auf gloriose Siege, unglückliche Niederlagen und herausragende Kicker, Trainer und Funktionäre. Die Geschichte hinter solchen Geschichten wird erstmals von Arthur Heinrich aufgearbeitet: Wie stand der Deutsche Fußballbund zum wilhelminischen Kampf um einen "Platz an der Sonne"? Wie zur Weimarer Republik und zum Faschismus? Und wie fand er sich unter bundesrepublikanischen Verhältnissen zurecht?

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.04.2000

Erik Eggers ist -trotz ein paar von ihm aufgezählten Mängeln - recht angetan von diesem Band. Es sei längst überfällig gewesen, die Geschichte des DFB mit den "wichtigsten Eckdaten deutsche Geschichte" zu verbinden. So gehe der Autor dezidiert darauf ein, wie sich der Fußballsport einst in Deutschland etabliert hat und vor allem auch darauf, wie sich der Sport bzw. die Funktionäre politisch haben instrumentalisieren lassen, referiert Eggers. Allerdings schießt der Autor bisweilen, so der Rezensent, ein wenig über das Ziel hinaus. So lese sich der Band an manchen Stellen wie ein "Kreuzzug gegen eine nationalkonservative Streitmacht". Darüber hinaus hätte sich Eggers in mancher Hinsicht etwas mehr Ausführlichkeit gewünscht. Als Beispiel nennt er die jüdischen Gebrüder Manning, die bei der Gründung des Verbandes eine entscheidende Rolle gespielt haben, die aber in diesem Band nicht ausreichend berücksichtigt würden. Dennoch überzeuge dieses Buch, nicht zuletzt durch Heinrichs "sehr prägnanten journalistischen Stil".
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