Arrigo Polillo

Jazz

Die neue Enzyklopädie
Cover: Jazz
F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung, München 2003
ISBN 9783776623505
Gebunden, 700 Seiten, 39,90 EUR

Klappentext

Der erste Teil untersucht die geschichtliche Entfaltung des Jazz und gibt eine genaue Darstellung dieser ursprünglich afroamerikanischen Musik in ihrem sozialen und kulturellen Kontext. Differenziert werden alle Stilrichtungen des Jazz dargestellt, darunter Ragtime, New-Orleans-Jazz, Chicago-Jazz, Swing, Bebop, Cool, Hardbop, Free, Jazz-Rock und Fusion bis hin zu Mainstream-Renaissance, Acid-Jazz und Ethno-Jazz. Der zweite Teil stellt eine Auswahl der größten Persönlichkeiten des Jazz vor: Jelly Roll Morton, King Oliver, Sidney Bechet, Bessie Smith, Fletcher Henderson, Louis Armstrong, Earl Hines, Fats Waller, Duke Ellington, Bix Beiderbecke, Coleman Hawkins, Benny Goodman, Count Basie, Lester Young, Art Tatum, Billie Holiday, Roy Eldridge, Django Reinhardt, Charlie Parker, Dizzy Gillespie, Bud Powell, Thelonious Monk, Lennie Tristano, Gerry Mulligan, Sonny Rollins, Charlie Mingus, Miles Davis, Ella Fitzgerald, John Coltrane, Ornette Coleman, Bill Evans, Joe Henderson, Keith Jarret, Louis Sclavis, Wynton Marsalis und Dave Douglas.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 08.10.2003

Der Rezensent Karl Bruckmair ist entsetzt über den Etikettenschwindel, der mit diesem Buch betrieben wird, zumal das Buch schon im Titel als "neue Enzyklopädie" bezeichnet wird. In Wirklichkeit handelt es sich nämlich über die Wiederauflage eines bereits vor 25 Jahren erstmals erschienen Buches des italienischen Jazz-Kritikers, angereichert mit einigen Kommentaren des Bearbeiters Hans-Jürgen Schaal, die dann auch das beste an dem Buch sind: "Sseine an den geschichtlichen Teil angedübelten Kapitel lesen sich so, wie man sich eine solche Enzyklopädie eventuell vorstellen würde". Der Rest - und das ist der überwiegende Teil des Buches - hat aber nach Meinung des Rezensenten kaum einen Nutzen für den Leser: "Der Text ist ästhetisch, politisch und in all seinen Irrungen, Irrtümern und zeitgebundenen Wertungen nur mehr als musikwissenschaftlicher Forschungsgegenstand... zu gebrauchen." Da ist der Umstand, dass Afroamerikaner durchgängig als Neger bezeichnet werden, nur die Spitze des Eisberges.

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