Mit 35 Schwarzweiß-Abbildungen. Mit Fotos aus der berühmten Fotoserie "A Day in the Life of Miles Davis" von Glen Craig. Brillanter Trompeter, Boxer und Jazzlegende Er ist eine der größten Musikerpersönlichkeiten, seine Silhouette eine Ikone: Miles Davis war eine Naturgewalt, ein Virtuose der Wandlungen, der den Jazz mehrfach neu erfand. Er verband künstlerische Integrität mit Sensibilität und verschob die Grenzen des Jazz - von Birth of the Cool bis Bitches Brew und weit darüber hinaus. Sein Album Kind of Blue gilt vielen als die beste Jazz-Platte aller Zeiten. Weltweit erfolgreich, blieben rassistische Diskriminierung und die daraus resultierende Wut prägend für seine Persönlichkeit. Doch wer war der Mensch hinter dem Mythos des "Prince of Darkness"?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.04.2026
Rezensent Tobi Müller scheint zwiegespalten über die Davis-Biografie des Jazzjournalisten Stefan Hentz. Einerseits schätzt er den Mut des Autors, überhaupt eine neue Biografie zu wagen. Ist nicht schon alles gesagt? Auch den Fleiß des Chronisten bewundert er. Dann aber stört ihn der immer wieder sich einschleichende Wiki-Ton und eine bisweilen überflüssige Ausführlichkeit. Dabei: Die toxischen Seiten des Musikers interessieren den Autor nicht, stellt Müller fest. Schließlich aber sind ein Schwerpunkt auf dem Comeback ab 1980 und die offene Verliebtheit des Autors in die Musik von Davis für Müller überzeugende Aspekte dieser Biografie.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 02.04.2026
Rezensent Christoph Wagner taucht mit diesem Buch gern noch einmal in das Leben von Jazzlegende Miles Davis ein. Der Autor Stefan Hentz wählt dabei für seine Davis-Biografie einen ungewöhnlichen Einstieg: Das Buch beginnt mit dem Comeback des Musikers in den 1980ern und seiner Hinwendung zu zeitgenössischer elektronischer Musik. Von dieser, auch von einer neuen Musikergeneration unterstützten letzten Karrierephase aus blendet Hentz zurück in Davis' Vergangenheit: Wir lesen vom Aufwachsen in St. Louis, vom Aufstieg in der Jazzszene New Yorks, unter anderem an der Seite Charlie Parkers und natürlich von Davis' musikalischem Weg über Coop Jazz und Hardbop zum Jazz-Rock der 1960er und 1970er. Auch die Jahre, die Davis in Drogen und Skandale abstürzte, zeichnet Hentz nach - bis der Musiker sich als Funkjazzer noch einmal neu erfindet, freut sich der Kritiker. Er empfiehlt ein sehr gut recherchiertes Buch, das sich sowohl mit den kulturellen Kontexten der Karriere des Musikers als auch mit dessen Persönlichkeit beschäftigt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 13.03.2026
Rezensent Hans-Jürgen Linke seht in Stefan Hentzes Buch über Miles Davies ein mehrdimensionales Gedankengebäude, das die Arbeit am Mythos des Musikers weiterführt. Anschaulich und zugleich mit dem Bewusstsein, dass der Mythos zu diesem Werk und Leben dazugehört, beschreibt der Autor laut Linke stilistische Entwicklungen bei Davies und begreift sie als Teil gesellschaftlicher Prozesse. Musikhistorische Wegmarken werden dabei ebenso genau betrachtet wie die Folgen der Umstellung von Schellack auf Vinyl für die Musik und die Musiker, staunt der Rezensent.
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