Aus dem Italienischen von Karin Fleischanderl. Antonio Tabucchis persönlichstes Buch, das uns mitten in die Welt des unvergessenen Erzählers aus Italien führt. Geistreich erzählt der 2012 in seiner Wahlheimat Portugal verstorbene Schriftsteller von der Entstehungsgeschichte und dem Nachleben seiner Bücher - von der Begegnung mit dem Walfänger aus "Die Frau von Porto Pim" bis zum Wiedersehen mit seinem verstorbenen Vater im Traum, aus dem das "Lissaboner Requiem" entsteht. Auch in diesem autobiografischen Buch wandert Tabucchi auf dem schmalen Grat zwischen Realität und Phantasie. "Die Literatur", schreibt er, "erzählt die Träume und bietet sie ihren eigenen Traumdeutern an: uns allen, den Lesern."
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 25.09.2013
Als großen Kenner der südeuropäischen Tradition vermisst Maike Albath den Autor schmerzlich, seine Stimme in der europäischen Krise. Umso mehr freut sich die Rezensentin über diesen Band mit Essays Antonio Tabucchis, der stark, wie Albath schreibt, mit Tabucchis Ästhetik verbunden ist. Beim Lesen erkennt die Rezensentin, wie stark bei diesem Autor Traum und Wirklichkeit miteinander verknüpft sind, wie wichtig Tabucchi die unbewussten Stimmen und der Zufall waren.
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