Aus dem Englischen von Sven Dörper und Thomas Wollermann. In sieben Kapiteln erzählt Anna Pavord die erstaunliche Geschichte der Tulpe. Zuerst im Orient kultiviert, begann im 16. Jahrhundert ihr Siegeszug durch Europa. Dort galt sie bald als exquisiteste und teuerste Blume. So konnte eine einzige Tulpenzwiebel um 1650 den Wert eines Hauses in bester Amsterdamer Stadtlage erreichen. Die weniger Betuchten mußten sich deshalb mit Tulpengemälden begnügen. Hundert Jahre später war die Tulpomanie, die große Vermögen geschaffen und vernichtet hatte, vorerst verflogen. Anna Pavord beschreibt auch anschaulich die Kultivierung der Tulpe, die vielen Versuche der Züchter, immer neue Arten und Farben zu erzeugen. Diese Ausgabe ist eine gekürzte Version der 1999 erschienenen erfolgreichen Ausgabe im Insel-Hauptprogramm.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 25.04.2003
Stefan Rebenich ist begeistert von diese Kulturgeschichte der Tulpe. Das Buch ist seiner Meinung nach sowohl ästhetisch ansprechend als auch inhaltlich informativ. Man lernt, welche "unterschiedlichen sozialen und historischen Kontexte" die Pflanze durchlaufen hat, wie eine Blume zum "Statussymbol der Reichen und Mächtigen" werden konnte und dass die mutierten Tulpen, die besonders begehrt waren, durch einen Virus zu ihrem Aussehen gekommen waren. Die Taschenbuchgabe dieses Standradwerkes ist zwar eine gekürzte Version des Originals, doch das scheint für den Rezensenten das Vergnügen nicht zu schmälern: "Anna Pavords Buch lädt zum Blättern und Schmökern ein, und zum Träumen".
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