Aus dem Englischen von Helma Schleif. Gleißende Gefühle inmitten von Trug und Entfremdung, taghelle Gedanken angesichts des verordneten Wahns, luzide Fluchtträume aus dunklen Klinikwelten: Die vor dem Hintergrund eigener Psychatrieerfahrungen verfassten Geschichten Anna Kavans lesen sich wie Kriegsreportagen aus dem Innenleben der modernen Seele. Diese erste unter dem selbstgewählten neuen Namen publizierte Textsammlung markiert eine tiefreichende Wendung im Werk der großen Autorin, entfaltet sie doch erstmals jenen "halluzinatorischen Realismus", für den sie heute so berühmt ist und der ihre Literatur bis in unsere Gegenwart leuchten lässt.
Rezensent Christoph Haacker nennt die Geschichten von Anna Kavan eine verstörende, faszinierende Leseerfahrung. In den 21 Prosastücken berichtet Kavan drei Jahre nach Millen Brand aus dem Inneren psychiatrischer Anstalten in den USA, von der kafkaesken Verzweiflung des Eingesperrten, erklärt Haacker. Eindrücklich wie herzzerreißend sind diese Einsichten in die Innenwelten der Psychiatrie und ihrer "Insassen" für Haacker. Die Geleitworte im Band von der Übersetzerin Helma Schleif und dem Verleger Peter Owen findet er auch lesenswert.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Caroline Blackwood: Das Schicksal von Mary Rose Aus dem Englischen von Claudia Voit. Caroline Blackwood, Erbin des Guinness Vermögens und schillernde Figur der Londoner Bohème, hat aus ihrer Herkunft und ihrem Leben keine… Anne Carson: Rot Aus dem amerikanischen Englisch von Anja Utler. Der rote Junge Geryon ist unsterblich in Herkules verliebt, der dem Jüngling nicht zu widerstehen vermag. Auf dem Höhepunkt… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…