Viele kennen die kleine Anke schon aus dem "Manno!"-Comic. Inzwischen befinden wir uns im Jahr 1983, Anke ist etwas älter geworden und verbringt mit ihrer Schwester Eva und ihren besten Freundinnen Reiterferien auf einem Gasthof im Odenwald. Ohne Eltern! Die Mädchen schwelgen im Zusammensein miteinander und mit den Tieren, lassen sich die gute Worschtsupp der Bauersfrau schmecken und kichern abends in den dicken Federbetten um die Wette. Anke kümmert sich außerdem hingebungsvoll um das schwache Ferkelchen Wursti. Alles Idylle? Nein - auch damals gab es die Angst vor dem Krieg. Beim Ausritt donnern die Militär-Tiefflieger über ihre Köpfe. Anke denkt an ihre Mutter, die Friedensdemonstrationen organisiert. Und sie bangt um Wursti - wird es überleben?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.08.2025
Anke Kuhl erinnert sich in ihrem neuen Comic an eine Woche Reiterferien im Odenwald im Herbst 1983, berichtet Rezensentin Lena Bopp von dem autobiografisch inspirierten Band. Die gemütliche Landschaft des Odenwalds ist nicht nur die Kulisse für einige Reitausflüge (in damals typischer Manier ohne Helm), sondern auch für eine "subtil evozierte Doppelbödigkeit", die Bopp gut gefällt. Kuhl zeige darin, wie etwa die Handaufzucht eines kleinen, niedlichen Ferkels und die Freude über Wurstsuppe koexistierten. Auch zeitliche Marker wie die Angst vor einem drohenden Atomkrieg machen den Comic zu einem gelungenem Beitrag für die Reihe "Wir Kinder von früher", schließt die Kritikerin.
Rezensionsnotiz zu
Die Tageszeitung, 27.03.2025
Rezensentin Eva-Christina Meier blickt zurück ins Jahr 1983 mit diesem Kinderbuch von Anke Kuhl. In jenem Jahr nämlich verbrachte die Autorin mit ihrer älteren Schwester und zwei Freundinnen einen Urlaub auf einem Reiterhof im Odenwald - und die Kritikerin atmet auf, dass hier kein Pferdefreundschaft-Klischee bedient wird. Vielmehr skizziert Kuhl mit kraftvollem Strich die Geschichte der einfühlsamen, frechen Mädchen, die gemeinsam den Bauernhof erkunden und dabei Freud und Leid teilen. Die Mischung aus Heiterkeit und Nachdenklichkeit gefällt der Rezensentin gut.
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