Anke Kuhl

Lehmriese lebt!

(ab 6 Jahre)
Cover: Lehmriese lebt!
Reprodukt Verlag, Berlin 2015
ISBN 9783956400377
Gebunden, 96 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Olli und Ulla finden am Fluss richtig schön viel Lehm. Damit bauen die beiden Freunde auf der Wiese einen wunderbaren Lehmriesen. Womit Olli und Ulla nicht gerechnet haben: Über Nacht erwacht der Riese zum Leben und macht sich auf den Weg in die Stadt. Eigentlich ist der Lehmriese ganz freundlich! Er findet aber seinen Platz unter den Menschen nicht und stiftet versehentlich ein ziemliches Chaos. Einzig Ulla und Olli können ihm eine sinnvolle Aufgabe geben… An der Seite des Lehmriesen geht es für den leser auf die höchst vergnügliche Odyssee durch eine lustvoll verschrobene Welt, die unserer Wirklichkeit doch ganz nah ist.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 12.06.2015

Die Illustratorin Anke Kuhl arbeitet in ihrem Comic "Lehmriese lebt!" den alten jüdischen Mythos vom Golem zu einer sehr schönen Kindergeschichte um, berichtet Christoph Haas. Die Einwohner ihrer heimeligen, bezaubernd altmodisch eingerichteten Welt nehmen den Lehmriesen zunächst erstaunlich unvoreingenommen auf, so der Rezensent, aber "die Ungeschicklichkeit des künstlichen Geschöpfes" sorgt für mächtig Chaos und am Ende müssen die Kinder, für die er ein Freund und Beschützer geworden ist, Schlimmeres verhindern, fasst Haas angetan zusammen.
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Rezensionsnotiz zu Die Welt, 04.04.2015

Rezensent Matthias Heine beobachtet sich staunend dabei, wie er den Reprodukt Verlag für dessen neue Kindercomic-Sparte lobt. Anke Kuhls "Lehmriese lebt!" ist ein tolles Exemplar dieser neuerdings seltener gewordenen Art, lobt der Rezensent. Kuhl, die schon öfter fremde Kinderbücher illustriert hatte, erzählt in ihrem ersten eigenen Comic die Geschichte eine Golems, der in eine winzig kleine, abgedrehte Stadt gerät, wo manche Menschen Einhorn-Hörner und alle Eistüten Augen haben, aber trotzdem Spießer den ungewöhnlichen Fremden argwöhnisch beäugen, fasst Heine zusammen. Am Ende fügt er sich natürlich prima ein - und was die Spießer dazu sagen, will sowieso keiner wissen, so der Rezensent.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.03.2015

Lena Bopp besucht die Zeichnerin Anke Kuhl und staunt über ihre Arbeitsweise, die von den Augen der Figuren ausgeht. Kuhls neuen Langcomic schätzt die Rezensentin wegen seiner Heiterkeit, eine der Abweichungen, die sich die Autorin und Zeichnerin Kuhl erlaubt, wenn sie die Geschichte vom Golem, der in der Legende das jüdische Volk erretten soll, neu und anders erzählt. Klug findet Bopp, dass sich Kuhl gar nicht erst auf die alte Geschichte einlässt, sondern die Fakten hernimmt und sie verfremdet, sodass keine Pädagogik dabei herauskommt, sondern eine Geschichte für Kinder, bilderreich und originell, wie Bopp meint.
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