Anja Sicking

Die Magd des Monsieur de Malapert

Roman
Cover: Die Magd des Monsieur de Malapert
SchirmerGraf Verlag, München 2005
ISBN 9783865550200
Gebunden, 228 Seiten, 18,80 EUR

Klappentext

Aus dem Niederländischen von Barbara Heller. Amsterdam, 1725. Bei einem Brand in ihrem Elternhaus haben Anna und ihre Schwester Suzanne alles verloren. Anna findet eine Anstellung bei dem eleganten, scheuen Musikalienhändler Monsieur de Malapert. Voller Pflichtbewusstsein bemüht sie sich, ihren Aufgaben als Magd perfekt nachzukommen, hofft aber insgeheim, daß sie eines Tages erkannt wird als diejenige, die sie standesmäßig wirklich ist. Immerhin kann sie lesen und schreiben...Sie ist zunehmend fasziniert von Malapert, der seinerseits,versunken in seine Partituren, Anna gar nicht wahrzunehmen scheint. Annas Phantasien über die unbekannte Seite ihres Dienstherrn blühen auf und sie versteigt sich in Hoffnungen...bis sie schließlich das wahre Geheimnis Malaperts entdeckt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 11.04.2006

Atmosphärisch stark und von suggestiver Kraft sei dieser im 18. Jahrhundert spielende Roman, lobt Rezensent Harald Eggebrecht. Aus der Perspektive der Magd Anna wird deren ungewollte "verräterische Verwicklung" in das Schicksal ihres Dienstherren Monsieur de Malaparte nach und nach aufgeschlüsselt. Der Autorin gelinge es, findet Eggebrecht, die Geschichte zwischen Magd und Monsieur "sanft zu erotisieren". "Sanft" meint dezente Hoffnungen auf Seiten Annas, aber auch eine Technik des "uneindeutigen, elliptischen Erzählens". Eindrucksvoll ist aus Sicht des Rezensenten sowohl der nach einem Muster konsequent durchkomponierte Aufbau als auch eine unaufdringliche Darstellung des historischen Ambientes. Auch der Rezensent verrät nicht, wen Anna tatsächlich verraten hat und ob Monsieur de Malaparte schließlich ein Opfer der historisch belegten blutigen Verfolgungen von Homosexuellen wird, die von ihm erwähnt werden.
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