Aus dem Englischen von Herbert Schlüter. Mit einem Nachwort von Daniel Schreiber. Frances Hinton arbeitet in einer medizinischen Bibliothek und führt ein zurückgezogenes Leben, gemeinsam mit der früheren Haushälterin ihrer längst verstorbenen Mutter. Doch ihre eintönige Existenz wird von neuem Glanz erfüllt, als sie ein extravagantes Paar kennenlernt, das sie in ihren illustren Freundeskreis aufnimmt. Frances kann sich der Bewunderung des charmanten Nick und seiner umwerfenden Frau Alix nicht erwehren und schafft es mithilfe des glamourösen Paares, endlich aus ihrem Schattendasein herauszutreten. Doch muss Frances bald erkennen, dass diese neue aufregende Welt nicht so glanzvoll ist, wie sie scheint…
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 19.05.2023
Rezensentin Sylvia Staude erkennt die autobiografischen Elemente in Anita Brookners Roman über eine Frau, die versucht, den Erwartungen anderer zu entsprechen und dabei versteht, dass das gegen ihren Charakter geht. Den Erkenntnisprozess der Ich-Erzählerin in dem Buch von 1983 findet Staude nachvollziehbar, Brookners "Wahrheitssuche" scheint ihr so schmerzhaft wie klar in der Sprache. Ein Gang in die Tiefe der menschlichen Natur, schwärmt Staude.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.03.2023
Rezensentin Anna Flörchinger schaut mit Anita Brookners Roman von 1983 zurück auf die Arbeits- und Lebensverhältnisse im London der achtziger Jahre. Brookners Ich-Erzählerin Frances, eine Bibliotheksmitarbeiterin mit Migrationshintergrund, die sich nach etwas Glamour und Abenteuer sehnt, aber in der Beobachterinnenposition verharrt, taugt laut Rezensentin gut als selbstreflektierte Figur. Die Gesellschaftsbeschreibungen im Roman findet Flörchinger bemerkenswert, detailreich und tief. Herbert Schlüters Übersetzung erscheint ihr feinfühlig genug, um ihnen gerecht zu werden.
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