Angela Johnson

Fahrkarte nach Heaven

(Ab 12 Jahre)
Friedrich Oetinger Verlag, München 2001
ISBN 9783789139093
Gebunden, 136 Seiten, 10,12 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Thomas Gunkel. Die 14-jährige Marley lebt in Heaven, Ohio, weil ihre Mutter den Ort zufällig auf einer Ansichtskarte entdeckte. Eines Tages trifft in diesem fast vollkommenen Heaven ein Brief ein, und Marley erfährt, dass sie nicht die Tochter ihrer Eltern ist...

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 07.11.2001

Was so schwierig darzustellen ist - der mühsame Weg in die Mündigkeit -, steht im Zentrum zweier Bücher, die Olivier Löffler bespricht: "Wir Goonyas, Ihr Nungas" von Phillip Gwynne und "Fahrkarte nach Heaven" von Angela Johnson. Das Geheimnis dieses Buches um die "Lebens-Lüge" eines jungen Mädchens (ihre Eltern, erfährt sie, sind nicht ihre biologischen) liegt für den Rezensenten in der Erzählökonomie. Auch wenn jedes Buch letztlich erst im Kopf des Lesers entstehe, schreibt Löffler, so gelte das für diesen Roman - diese "skizzenhafte Kammerspiel- Fassung eines Romans," wie Löffler auch schreibt - in besonderem Maße: "Wer hier als Leser nicht 'mitspielt,' dem wird nicht viel mehr als weißes Rauschen bleiben." Nur wenig Information (zu den Figuren etwa) hält die Autorin bereit, stattdessen kümmert sie sich "um Denken und Fühlen der Hauptfigur," in deren Welt sich unser Rezensent erst nach und nach orientieren konnte.
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