Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.1999
Venedig, so der Rezensent Andreas Beyer, ist eine der wenigen italienischen Städte, die sich nicht auf die Antike zurückführen kann. Und doch habe gerade Venedig als Republik sich als Nachfolger Roms empfunden. In diesem Kontext sei die "spezifische Historienmalerei" Venedigs besonders im 17. und 18. Jahrhundert als "enorme Kompensationsleistung" zu verstehen, auch als eine Art Rechtfertigung der alten venezianischen Adelsfamilien, die gegenüber dem neuen Geldadel ihre Wurzeln in der Antike betonen wollten. Aber auch der neue Adel suchte nach diesen Wurzeln. Gottdanks Buch sei für Beyer trotz einer etwas gewollt flotten Sprache als "geglückte Wiederentdeckung" dieser weithin verkannten Kunst zu betrachten. Besonders würdigt der Rezensent, dass Gottdank die Eigenständigkeit der Malerei gegenüber den Bühnenbildern der Opern klar stellt, an denen sie sich inspirierte.
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