Theater, Film, Fotografie, Popmusik, Mode und Werbung präsentieren gegenwärtig in großer Zahl Impressionen von der Kindfrau, die Lolita, Lulu, Alice heißt, aber zumeist namenlos bleibt. Was macht den "Lolita-Komplex" aus? Die Kindfrau ist nicht nur ein männliches (Wunsch-)Konstrukt. Sie ist gelegentlich der Vorteile ihres Spiels sich bewusst. Ihre Suversion besteht gerade darin, sich auf keine der gebotenen Rollen Kind/Erwachsene festzulegen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.01.2002
Ein "schaler Nachgeschmack" bleibt bei Dorion Weickmann nach der Lektüre von Andrea Brambergers Habilitationsschrift zum Phänomen der Kindsfrau zurück. Dieses Unbehagen hat verschiedene Gründe, die ihre Wurzel aber allesamt darin haben, dass die Arbeit in Weickmanns Augen methodisch und konzeptuell zu diffus ist. Begrifflichkeiten würden von der Autorin nicht richtig definiert, Objektives und Subjektives verschwimme miteinander, und darüber könne auch "das modische Etikett der Transdisziplinarität" nicht hinwegtäuschen. Bramberger "beackert" nach Weickmanns Meinung "ihren Gegenstand unterschiedslos von allen Seiten", und deshalb hält sich der Erkenntnisgewinn, den der Leser aus diesem Buch ziehen kann, auch in Grenzen. Darüber hinaus kritisiert der Rezensent auch das Lektorat, das zumindest die häufigen "sprachlichen Entgleisungen" hätte verhindern müssen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 25.11.2000
Der Rezensent mit dem Kürzel "rox." hatte offensichtlich Spaß an Andrea Brambergers Abhandlung über das Phänomen der Kindfrau, denn er lobt ihr "spielerisches Hin und Her zwischen theoretischen Überlegungen und reichlichem Anschauungsmaterial". Brambergers Buch schaffe es - ohne moralische Beurteilungen - dieses schwer zu fassende und trotzdem "zur Kulisse unserer täglichen Lebenswelt" gehörende Wesen auszuloten und dabei ein unterhaltsames Buch abzuliefern.
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