Corporate Citizenship - unternehmerisches Bürgerengament - ist Gegenstand einer wachsenden Diskussion im In- und Ausland. Es formuliert Herausforderungen an die strategische Unternehmensführung, in der Kooperation mit unternehmensexternen Partnern aktiv gesellschaftliche Probleme anzugehen. Unternehmen profitieren in vielfältiger Weise von bereichsübergreifenden Netzwerken, bedürfen aber zu deren Aufbau und Pflege ganz eigener Kompetenzen. Die Bewerbungen um den Unternehmenspreis der Initiative "Freiheit und Verantwortung", die dem Band zugrunde liegen, bilden die umfangreichste Darstellung von "best practices" deutscher Unternehmen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.03.2004
Aus Anlass eines von der deutschen Wirtschaft ausgeschriebenen Wettbewerbs, befasst sich der Autor Andre Habisch mit dem Engagement von Unternehmen als Bürger in ihrer Region, stellt Benedikt Koehler fest. Zunächst betont er den beruflichen Hintergrund des Autors, der als studierter Volkswirt und Theologe an der Katholischen Universität Eichstätt Sozialethik und Gesellschaftspolitik lehrt und zudem im Vorstand des "Center for Citizenship" ist sowie als Berater des "Bundes Katholischer Unternehmer" fungiert. Damit sei Habisch bestens ausgerüstet, "Bemühungen und ihre Beweggründe" für das unternehmerische Bürgerengagement zu untersuchen und darzustellen, so der Rezensent angetan. Er lobt den Autor, in seinem Buch überzeugend nachzuweisen, dass die Anfänge für "Corporate Citizenship" schon ziemlich weit in der Geschichte zurückliegen und er sieht plausibel dargestellt, dass ein solches Engagement auch ohne staatliche Förderung möglich ist. Fehlt nur noch eine gute Übersetzung des Begriffs, damit sich "Corporate Citizenship" hierzulande auch in die "alltägliche Lebenswelt" integrieren lässt, meint ein ansonsten sehr zufrieden wirkender Koehler.
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