Unser Planet ist begrenzt, aber wir müssen uns weiterentwickeln, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Wie können wir weltweiten Wohlstand ausbauen und uns gleichzeitig von den fossilen Brennstoffen lösen, die in der Vergangenheit diesen Fortschritt ermöglicht haben? Anders Levermann schlägt einen Weg vor, der dieses Dilemma überwindet und nebenbei die Ungleichheitsexplosion in unserer Gesellschaft zähmt.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 21.12.2023
Faltung ist ein Wachstum nach innen. Anders Levermann, Physiker vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, schlägt diesen in der Chaostheorie entwickelten mathematischen Begriff als Diskussionsgrundlage für die Bekämpfung des Klimawandels vor, erläutert Rezensent Volkart Wildermuth. Denn das Wachstum muss so nicht aufgegeben werden. Es sollen zwar Grenzen gesetzt, aber nicht die Dynamiken von Wirtschaft und Gesellschaft gebrochen werden. Ein Beispiel: Man legt fest, dass 2040 null komma gar kein klimaschädliches Gas mehr emittiert wird. Die Wirtschaft muss sich dann mit immer raffinierterer Differenzierung anpassen. Dabei ist dem Autor durchaus klar, dass sich so ein ideales Modell aus der Mathematik nicht einfach in die politische Welt übertragen lässt, so Wildermuth. Er liest Levermanns Utopie daher eher als ein Narrativ, mit dem man besonders liberale und konservative Akteure in der Gesellschaft von der Notwendigkeit des Handelns überzeugen kann.
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