Alice Greenway

Weiße Geister

Roman
Cover: Weiße Geister
Marebuchverlag, Hamburg 2009
ISBN 9783866481015
Gebunden, 220 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Uwe-Michael Gutzschhahn. Hongkong, 1967. Zwei Schwestern, Frankie und Kate. Ihr Vater ist in Vietnam, um den Krieg zu fotografieren, den die Mutter nicht sehen will. Während sich auf den Straßen Hongkongs die Anhänger der Kulturrevolution formieren, leben die Mädchen in ihrer eigenen Welt. Sie schwimmen im Hafen, tauchen durch das jadegrüne Wasser nach Meeresschnecken und Seeigeln, pirschen durch den Dschungel und lauschen gebannt den Erzählungen der chinesischen Haushälterin Ah Bing. Sie sind Freunde und Verbündete - Geheimnis-Schwestern. Doch bald kommt es durch die politischen Wirren zu einem traumatischen Erlebnis, das alles zwischen ihnen ändert. 

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.03.2009

Als sei sie in den Schlingen einer Tropenpflanze gefangen, so in etwa muss sich die Rezensentin bei der Lektüre gefühlt haben. Klingt nicht so reizvoll, gehört in den Worten Katharina Teutschs allerdings zum "besten elegischen Ton der Gegenwart". Die welteröffnende Kraft der Sprache, mit der Alice Greenway eine Kindheit in Hongkong und das Ende der Unschuld beschreibt, steht für Teutsch außer Zweifel. Die Konfrontation der Schwestern Kate und Frankie mit dem Vietnam-Krieg und das Schicksal einer Familie erscheinen ihr in diesem Buch "frappierend" sinnlich erfasst und vermittelt. Ein Kampf gegen das Vergessen der eigenen Geschichte, packend erzählt aus der Perspektive einer Dreizehnjährigen, findet Teutsch.
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