Mit 490 Farbfotos von Alfred Diwersy. Ins Bild gerückt sind die archäologisch erschlossenen Zentren der sumerischen, babylonischen und assyrischen Hochkulturen mit Uruk, Ur und Babylon, Nimrud und Ninive. Dokumentiert werden die Zeugnisse der Kalifenzeit und die bedeutendsten Pilgerstätten der Schiiten, Kerbela, Kufa und Nadjef. Bildstudien zum religiösen Leben überraschen ebenso wie Einblicke in den Alltag der freundlich dem Fremden zugewandten Menschen des Irak.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 24.09.2001
Auch wenn der Text vom 'Paradise lost' spreche, so würden doch die Bilder einen anderen Eindruck vermitteln. Man sehe, so die Rezensentin Brigitta M. Schulte, eine "überraschend heile" und auch "wohlhabende Welt". Der Text erweise sich als kritischer als die Bilder, auf denen starke Persönlichkeiten zu sehen seien, die offenen Blicks in die Kamera schauten. Dass in Mesopotamien die Wurzeln unserer eigenen Kultur zu finden sind, sei für den westlichen Reisenden auch eine wertvolle Erfahrung, die seine Überheblichkeit schmälere, wie Schulte befindet. Insgesamt liege aber die Stärke des Bandes in der Irritation, die er auslöse. Überdies verleite er zu der Frage, ob angesichts einer Diktatur "mehr an Herzensbildung, Güte und Geradheit" möglich sei, als man vermutet.
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