Herausgegeben im Auftrag des Auswärtigen Amts für Zeitgeschichte. Hauptherausgeber: Hans-Peter Schwarz. Wissenschaftlicher Leiter Rainer A. Blasius. Bearbeitung von Martin Koopmann und Joachim Wintzer. Die Integration der Bundesrepublik Deutschland in die westliche Staatengemeinschaft war ein langwieriger Prozeß. Im Jahr 1952 wurden dazu wichtige Weichenstellungen getroffen, die in der Edition "Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1952" anhand von 253 Dokumenten dargestellt werden. Geheime Verschlußsachen werden der Öffentlichkeit zum ersten Mal zugänglich gemacht. Wichtige Themen sind u.a. der Generalvertrag und der Vertrag über die Europäische Verteidigungsgemeinschaft, die Stalin-Noten und das Wiedergutmachungsabkommen mit Israel.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.08.2000
Gregor Schöllgen lobt die übersichtliche und umsichtige Ordnung des Materials, das durch einschlägige Register, Kommentare und Indizes zugänglich gemacht werde. Dann skizziert er Deutschlands außenpolitische Lage im Jahr 1952, dem Jahr, in dem die "Europäische Verteidigungsgemeinschaft" gegründet wurde - eine Totgeburt, wie sich später zeigte, weil das Verhältnis zwischen Frankreich und den USA zu viele Unklarheiten barg. Mit Bewunderung spricht Schöllgen über Adenauers geschicktes Taktieren gegenüber den USA, die er zu einem noch stärkeren Engagement gegenüber Europa bewegte. Dies war nach Schöllgen um so wichtiger, als Stalin zu jener Zeit mit einigen vergifteten Avancen zur Wiedervereinigung eines neutralisierten Deutschlands aufwartete.
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