Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Am häufigsten kommentierte Bücher
Ewige Werte
- Post aus der Antarktis
- Fallende Blätter: die Lage des Feuilletons heute
- Domenico Scarlatti
- Olaf Sundermeyer und der Perlentaucher: Richtigstellungen
- Die Perlentaucher-Affäre und das System Schirrmacher
- Der sogenannte neue Übersetzerstreit
- Die Zeitungen und die Freien
- Neu und Nach: ein Übersetzerstreit
- Anna Politkowskaja
- Politkowskaja
- Wikipedia und der Google Juice
- Andre Müller interviewt Arno Breker
- Canfora, Stalin, Le Goff
- 100 wichtige Intellektuelle aus der Provinz
- Adam Michnik
- Seyran Ates: Antwort auf Jutta Limbach
- An die französischen Neinsager
- Der 8. Mai war keine Befreiung
- Thomas Kling
- Let's Talk European!
- Der biedere Untergang
- Marie-Luise Scherer
- Das Ende der Berliner Seiten
- Gustav Seibt über Götz Aly
- Litchfield, Rechnitz, Thyssen-Bornemisza
- Das Kempowski-Dossier
- Nichts ohne Netz: Zeitungen online
- Grass und die SS: ein Linkdossier
- Die Öffentlich-Rechtlichen und das Netz
- Rupert Murdoch hat so Recht
- Und eine Antwort auf Mathias Döpfner
- Google Fraktur
- Die Galle der Gallier
- Post aus der Walachei
Heute in den Feuilletons
Unentgeltlich, versteht sich
Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
01.11.2012. Der Freitag bringt ein Loblied auf die musikalische Internationale der Roma und Sinti. Kann man als Independent-Musiker noch von seiner Musik leben?, fragt Atlantic und gibt angesichts der Pleite von Cat Power eine klare Antwort: nein. In der NZZ wehrt sich Pieke Biermann gegen Kritik an einer ihrer Übersetzungen und Kritik an Übersetzungen überhaupt. Und paidcontent hat einen Rat für Zeitungen, die eine Paywall einrichten möchten: am besten betteln. Das Merkur-Blog sinniert mit Améry über Proust.
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Neue Zürcher Zeitung, 01.11.2012
Pieke Biermann wehrt sich gegen Bernard Imhaslys Kritik an ihrer Übersetzung von Katherine Boos Mumbai-Reportage "Annawadi". Biermann beklagt die ungerechte Behandlung von Übersetzungen in den Feuilletons, wo sie meist ignoriert oder anhand von willkürlich ausgewählten Beispielen bemängelt würden. Letzteres könne gravierende Folgen haben, "zumal, wenn es in einem der wenigen seriösen Leitmedien passiert und 'übersetzerische Fehlgriffe' zum fetten Zwischentitel werden. Das zieht Kreise, das prägt die Meinung von anderen Rezensenten, Verlagen, Veranstaltern - und kann schnell materiellen Schaden anrichten, denn Übersetzer leben von ihrem guten Ruf."
Besprochen werden eine Ausstellung zum Thema Bronze in der Londoner Royal Academy of Arts, François Ozons neuer Film "Dans la maison", eine DVD-Box mit allen James-Bond-Filmen (bei deren Betrachtung sich Susanne Ostwald über die "erstaunliche Anzahl an Ohrfeigen, die Bond früher seinen Girls verabreicht hat", wundert) und Bücher, darunter Britta Schröders Roman (Leseprobe bei Vorgeblättert) "Zwölfender" (mehr in unserer Bücherschau heute ab 14 Uhr).
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Der Freitag, 01.11.2012
Marcel Malachowski singt ein Loblied auf die musikalische Internationale der Roma und Sinti - während Europa an ihnen seine Werte verrät: "Ikea in England lässt die Polizei gegen Roma auf dem Firmen-Gelände vorgehen, die tolerante norwegische Regierung erlässt ein 'Bettelverbot', das sich gegen Roma richtet, faschistische Massen Aufmärsche in Ungarn, Italien will alle Roma erkennungsdienstlich behandeln. Anders dagegen ausgerechnet in Buschkowskys Neukölln: Eine katholische Wohnungsgesellschaft sanierte für Roma-Flüchtlinge Dutzende Wohnungen."
Außerdem bespricht Wolfgang Michal Jeff Jarvis' neuestes Buch "Mehr Transparenz wagen".
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Die Tageszeitung, 01.11.2012
Andrea Roedig berichtet über den Vorstoß der US-Trendmarke Abercrombie & Fitch, die mit schwuler Ästhetik Geld verdient und derzeit Flagship-Stores in Europa und Asien eröffnet, letzte Woche in München. "Die A&F-Filialen sind perfekt auf Imposanz gebürstet. Man wundert sich, dass die massive Inszenierung in ihrer fast beleidigend einfachen Gleichung - Shoppen ist Party - tatsächlich wirkt."
Weiteres: Thomas Klein unterhält sich mit Film-Produzentin Barbara Broccoli über den neuen Bond, für sie "eine klassische Figur, die in der Jetztzeit leben muss" und genau deshalb zu einer tragischen Figur wird. Ingo Arend informiert über einen Aufruf von Berlins Kulturstaatssekretär Andre Schmitz, der die Kunstszene zum großen Ratschlag aufgerufen hat, und meint dazu: "Schmitz [lässt] seine Hausaufgaben durch die freie Szene erledigen und [sammelt] deren Ideen ein - unentgeltlich, versteht sich".
Besprochen werden das Künstlerporträt "Heino Jaeger - look before you kuck" von Gerd Kroske über den Hamburger Maler, Kabarettisten und Bürgerschreck, das laut Rezensent auch eine "beiläufige medienarchäologische Erkundung" geworden ist, und der Film "Lore" der australischen Regisseurin Cate Shortland, der im Sommer nach Ende des 2. Weltkriegs in Deutschland spielt (ein "kaum erschlossenes Gebiet", meint Cristina Nord).
Und Tom.
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Aus den Blogs, 01.11.2012
(Via Thomas Knüwer). Auch Deutschlands Zeitungen wollen ja eine Paywall à la New York Times einführen. Jim Romenesko zitiert in paidcontent.org eine Studie, die zeigt, dass Betteln bei der Einführung einer solchen Zahlschranke besser hilft als Erfolgsargumente: "When participants were provided with a compelling justification for the paywall - that the NYT was likely to go bankrupt without it - their support and willingness to pay increased. In contrast, when participants were provided with a justification that emphasized financial stability, their support and willingness to pay decreased."
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Weitere Medien, 01.11.2012
Kann man als Independant-Musiker noch irgendwie Geld machen?, fragt David Wagner in Atlantic. Offenbar nein: "You know times are tough for indie musicians when even Chan Marshall - who released a Top 10 Billboard album and played sold-out concerts this year - is bankrupt. The singer known as Cat Power has announced a likely cancellation of her upcoming European tour because of financial and health problems."
(Via Matthias Rascher) "Rooftopping" ist die neueste Mode in Toronto. Dabei nimmt man dann solche Fotos auf wie Tom Ryaboi, die der britische Telegraph dokumentiert.
Das Blog Designboom staunt: So sieht Frank Gehrys erstes Gebäude in Lateinamerika aus, ein "Biomuseum" in Panama.
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Aus den Blogs, 01.11.2012
Zum 100. Geburtstag von Jean Améry stellt Ekkehard Knörer in einem längeren Text die wichtigsten Essays vor, die Améry im Merkur veröffentlicht hat. Einen der Essays hat der Merkur frei ins Netz gestellt: zu Proust, "zu dem gerade seiner größeren Ambivalenz wegen Jean Amérys Verhältnis ein besonderes war. Er hat dessen Werk fast weniger für ein Gelingen geschätzt als dafür, dass Proust sein ästhetisches Programm in letzter Instanz nicht umsetzen konnte - und dadurch der Wirklichkeit treu blieb. Das große Unternehmen einer Wiedergewinnung der Zeit musste scheitern, worin für Améry aber ein letzter, wenn auch für den Autor selbst nicht einzugestehender Triumph der 'Erkenntnis der Unerkennbarkeit' lag. Proust, so Améry in für ihn ungewohnt paradoxer Formulierung, 'war zu tief vorgedrungen in die Wirklichkeit, als daß er Wirklichkeit noch hätte formen können.'"
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Die Welt, 01.11.2012
Hanns-Georg Rodek kommentiert die Übernahme von Lucasfilm mit den Rechten an allen "Star Wars"- und "Indiana Jones"-Episoden durch Disney: "Wieder einmal übernimmt ein Konzern eine Familienfirma, wieder geht es darum, aus etablierten Marken das Letzte herauszupressen, wieder siegt Marketing über Kreativität."
Weitere Artikel: Paul Badde feiert Michelangelos Fresko in der Sixtinischen Kapelle, das in diesen Tagen 500 Jahre alt wird. Hannes Stein schreibt zum Tod der schwedisch-israelischen Publizistin Cordelia Edvardson. Eckhard Fuhr gratuliert Edgar Reitz zum Achtzigsten.
Besprochen werden neue Filme, darunter Jan Ole Gersters Debüt "Oh Boy".
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Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.11.2012
Im Dezember findet in Dubai die Konferenz der Internationalen Fermeldeunion der UN statt. Staaten wie Saudiarabien, China und Russland wollen dort versuchen, die Kontrolle über das Internet, das zur Zeit von der privaten, nichtkommerziellen Icann verwaltet wird, auf die Staatengemeinschaft zu übertragen. Im Interview erklärt der Kommunikationswissenschaftler Wolfgang Kleinwächter, warum das so gefährlich ist. "Dubai ist erst der Auftakt für eine Serie von Konferenzen in den kommenden Jahren, wo das Thema der staatlichen Kontrolle über das Internet immer wieder aufgeworfen werden wird. Der arabische Frühling hat zwar einige autokratische Systeme beseitigt, andererseits hat er aber andere autokratische Systeme muntergemacht, die jetzt viel besser verstehen, welches politische Potential ein freies, offenes und grenzenloses Internet hat."
Weitere Artikel: Sebastian Dörfler rümpft das Näschen über die Wahlkampfberichterstattung der amerikanischen Medien, die sich der Buzz- und Hype-Logik der sozialen Netze ergeben. Nach dem Besuch eines von Nicolas Berggruen organisierten, politisch hochkarätig besetzten Kompaktkurses zum Thema "Europa" fühlt sich Marcus Jauer wie Tick, Trick und Track in diesem Übersetzungsklassiker von Dr. Erika Fuchs. Emanuel Derman erklärt bei der Zubereitung eines exotischen Obstsalats die hohe Kunst der Finanzmodell-Konstruktion. "Das Imperium hat gesiegt", stöhnt Science-Fiction-Fan Dietmar Dath in einer Glosse über den Aufkauf von Lucasfilm samt "Star Wars" durch Disney. Irene Bazinger tröstet sich mit "leicht süßlichem" Sekt über eine offenbar arg längliche Abendveranstaltung zum 60jährigen Bestehen des Maxim-Gorki-Theaters in Berlin. Sabine Sasse trifft sich mit Florian Gellinger, der sich von der Berliner Oberbaum-City aus zum international gefragten CGI-Experten gemausert hat. Im Gespräch mit Peter Körte gibt Sam Mendes Auskunft über seinen neuen Bond-Film "Skyfall".
Besprochen werden in einer Sammelrezension drei neue Alben von Dionne Warwick, Esther Ofarim und Barbra Streisand, Cate Shortlands Film "Lore", ein Konzert von Natalia Gutman und Elisso Virsaladze in Berlin, ein Konzert von Meldody Gardot in Frankfurt und Bücher, darunter die hinterlassenen Memoiren von Christoph Schlingensief (mehr in unserer Bücherschau um 14 Uhr).
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Archiv: Heute in den Feuilletons
In Grün und Orange, in Rot, Blau und Gelb
21.05.2013. Ja, ist es etwa das Empire latin, in dem wir zu posthistorischen Tieren werden, fragt die NZZ. Die Welt trifft Urs Widmer zum Werkstattgespräch. Die SZ feiert den Maler Hans Hofmann. Die FAZ wirft Georg Baselitz vor, den Wirtschaftseliten nahe zu stehen. Viele Zeitungen (und der Perlentaucher) berichten aus Cannes über Claude Lanzmanns Film "Le dernier des Injustes". Und wir zünden ein Licht an für Ray Manzarek. Mehr lesen
Das nenne ich totalitär
18.05.2013. In der Welt erklärt Beuys-Biograf Hans Peter Riegel Beuys Vorliebe für völkische Ideen auch mit der Nähe des Künstlers zu Rudolf Steiner. In Cannes verwandelt die taz nach der Vorstellung von Jia Zhangkes Film "A Touch of Sin" Papierfetzen in Waffen. Im New Yorker erinnert Alex Ross daran, dass Wagner nach Amerika auswandern wollte. Auch Palästinenser lieben Amerika, jedenfalls in Form von geschmuggelten Kentucky Fried Chicken, berichtet der Christian Science Monitor. In der NZZ staunt Nike Wagner, was ihr Urgroßvater alles im Kopf hatte. Die FAZ gratuliert dem Kookbooks Verlag zum Zehnten. Mehr lesen
Tagtäglich dem Leser zugemutet
17.05.2013. Die taz stellt den ersten chinesischen Blogger vor, der es schaffte, einen Vizeminister zu stürzen. In der Welt ruft Richard Herzinger die westlichen Länder zur Intervention in Syrien auf. In der FAZ kritisiert Constanze Kurz die Kampagne deutscher Medien gegen Adblocker. In Cannes liefen Filme von Sofia Coppola und François Ozon. Meldung des Tages: Elisabeth Ruge verlässt Hanser Berlin. Ihr Nachfolger wird Karsten Kredel von Suhrkamp. Mehr lesen
Ist Gott jetzt zufrieden?
16.05.2013. Medienkrise hin oder her: In Frankreich wird eine neue Zeitung gegründet: L'Opinion, berichtet die Welt. Im Freitag spricht Peter Schneider über seine recht unkonventionelle Mutter, die er in seinem neuen Roman porträtiert. In der Jungle World weigert sich Hamed Abdel-Samad, seine Hoffnung in die arabische Revolution aufzugeben. In der NZZ hinterlässt der ökologische Fußabdruck einen bizarren Eindruck. Die FAZ erklärt Giorgio Agambens Idee vom "Empire latin" zum Stuss. Mehr lesen
Archiv: Heute in den Feuilletons
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Archiv: Heute in den Feuilletons
Samples der Oberflächenwelt
15.05.2013. Die Welt zitiert aus einem Memorandum von Stadtplanern, die die Stadt Berlin auffordern, sich endlich um ihre Mitte zu kümmern. Die NZZ bringt einen Stimmungsbericht aus Italien, wo das soziale Klima unter null sinkt. Baz Luhrmanns "Großer Gatsby" regt niemanden auf - füllt die Feuilletons aber trotzdem. Ähnlich unvermeidlich ist Dan Browns "Inferno". Dafür lassen wir Theophilus London ein hübsches Liedchen singen. Mehr lesen
Filzhaltige Kunstzeichen
14.05.2013. "Anfänge, zumal politische, sind niemals rein", seufzt Micha Brumlik in der taz mit Blick auf Daniel Cohn-Bendit und Theodor Heuss. In der Welt könnte Hans-Joachim Müller einstimmen - mit Blick auf den Militaristen Joseph Beuys. Wir verlinken auf die Abschlusserklärung der "Kritischen Islamkonferenz", die sich für den Transkulturalismus einsetzt. In der SZ rät Gustav Seibt den Deutschen, Giorgio Agambens (oder eigentlich Alexandre Kojèves) Idee eines "Empire latin" ein europäisches Ideal entgegenzusetzen. Mehr lesen
Es zeichnet sich der Morgenstern ab
13.05.2013. In der Welt wendet sich Necla Kelek gegen das Recht von Eltern, Mädchen unter 14 Jahren mit Kopftuch in die Schule zu schicken. In der taz widerspricht Bommi Baumann der These Wolfgang Kraushaars, die radikale Linke sei antisemitisch gewesen: Kunzelmann sei die Ausnahme. Die NZZ versucht ein Psychogramm der französischen Demonstanten gegen die Schwulenehe. Springer will 200 Mitarbeiter bei der Bild entlassen und viele andere in den Onlinestall ohne Tarifbindung stecken, meldet der Spiegel. Der "Große Gatsby" lässt sich gar nicht verfilmen, beteuert die FAZ. Und bitte lauschen Sie den trockenen Sforzati Daniil Trifonovs. Mehr lesen
Die Regie-Rübe, durch die so was rauscht
11.05.2013. Der Skandal um den abgesetzten "Tannhäuser" in Düsseldorf sorgt in den Feuilletons für mittelgroße Erregung. Die NZZ erkundet die Zukunft der Literaturkritik in Zeiten des Netzes. Die FAZ zweifelt am Wirtschaftsaufschwung in Afrika. Die taz ist im siebten Pophimmel: Daftpunk ist zurück. Und Pharell singt mit (wir bringen den Beweis). Die Erotizität von theoretischen Texten nimmt zu, meinte Diederich Diederichsens auf der re:publica. Die Pronunziabilität theoretischer Prosa aber nicht. Mehr lesen
Was öffentlich ist und was nicht
10.05.2013. Die FAZ fragt mit Antonio Muñoz Molina nach Spaniens Verantwortung für die Krise. Außerdem skizziert Ernst Elitz die Zukunft des Journalismus mit viel Paywall und Leistungsschutzrecht. Die Guardian-Leser freuen sich zu 64 Prozent über Stephen Hawkings Entscheidung, Israel zu boykottieren. Die SZ bewundert die barocke Hängung in Sanssouci. Die NZZ staunt über südkoreanischen Optimismus. Die Welt beleuchtet das kräftezehrende Metier der Liebesromanautorinnen. Mehr lesen
Hegemoniale Metaerzählung
08.05.2013. Dass sich Beate Zschäpe Verteidiger namens Stahl, Heer und Sturm gewählt hat, ist kein Zufall, sondern Hohn, meint Georg M. Oswald in der Welt und ruft die Anwälte auf, ihr Mandat niederzulegen. Zum Tod des Animationsfilmers Ray Harryhausen bringen wir ein Video mit Interview und Filmausschnitten. Kathrin Passig benennt auf zeit.de die Vorteile des Ebooks. Sascha Lobo fordert auf der re:publica, die ein großes Medienecho ausgelöst hat, mehr Politik statt Netzpolitik. In der Zeit protestiert Marlene Streeruwitz gegen die Starrheit der Kamera in Ulrich Seidls "Paradies: Hoffnung". Mehr lesen
So sehr haben die Chefs Angst
07.05.2013. Die NZZ hat herausgefunden, warum deutsche Journalisten sich ungern kritisieren lassen: Niemand weiß besser, wie weh das tut. Anlässlich des NSU-Prozesses erinnert Götz Aly in der Berliner Zeitung an die Urszene des Terrorismus in Deutschland: die Ermordung August von Kotzebues. Wolf Lepenies kann in der Welt mit Giorgio Agambens Plan eines "Empire Latin" nicht d'accord gehen. Der Tagesspiegel erklärt, wie ein Datenjournalist die öffentlich-rechtlichen Anstalten transparent machen will. In der FAZ verteidigt die dänische Fernsehredakteurin Sofia Fromberg die als sexistisch kritisierte Talkshow "Blachman". Mehr lesen
Rosa Pelzjacke über der Lederrüstung
06.05.2013. Die NZZ fürchtet sich vor dem rabiaten Umbau der Stadt Istanbul. In der FAZ erklärt Yohji Yamamoto, was am weiblichen Körper so schwierig ist und am männlichen so langweilig. Außerdem spricht die Netzaktivistin Raegan MacDonald zu Beginn der Re:publica über Datenschutz. Vocer fragt nach Chancen eines gemeinnützigen Journalismus in Deutschland. Die SZ fand das Staatsballett im Berghain schön und harmlos. Mehr lesen
Die Empörung ist eine europäische Sünde
04.05.2013. In der Welt spricht Kevin Powers über seinen Roman "Die Sonne war der ganze Himmel". Daily Mail stellt kleidsame Wollkappen für Schildkröten vor. Die taz trauert um die einst so angesagte Clubszene von Berlin. Für die FAZ legt die Psychoanalytikerin Julia Kristeva ganz Europa auf die Couch. Und alle gedenken Søren Kierkegaards. Mehr lesen
Steile Hierarchien, Massenproduktion, Akkordarbeit
03.05.2013. In Foreign Policy rät Arch Puddington zum heutigen Tag der Pressefreiheit von der Reise in die zehn schlimmsten Länder für Journalisten ab. Die NZZ stellt die Designerin Inga Sempé vor. Mit Longform.org verlinken wir auf die "2013 National Magazine Awards Winners" mit Texten aus dem Atlantic und Texas Monthly. In der NYRB schreibt Ian Buruma über David Bowie. Die FAZ liest den Briefwechsel zwischen Grass und Brandt und empfiehlt Telekom-Kunden die Exhumierung ihrer Akustikkoppler. Die SZ besucht eine Ausstellung über die Geburt der neusten Technik aus dem Geist des Hippietums. Mehr lesen
Abkehr vom Mainstream der Alltagsheringe
02.05.2013. In Spiegel online fordert Sascha Lobo viel mehr Investitionen in ein schnelles Internet - und zwar von der Regierung. Im Tagesspiegel stellt Achim Freyer mit Richard Wagner ein Notgleichgewicht her. Die taz beleuchtet die Rolle von Gewerkschaften und SPD in der Nazi-Zeit. In der Zeit spricht Cecila Bartoli über tragische und weniger tragische Frauenrollen. Die FAZ übernimmt Salman Rushdies Aufruf für die Anerkennung von Freiheitshelden als Freiheitshelden. Das WWW ist zwanzig Jahre alt. Das CERN stellt die allerallererste Website wieder online. Mehr lesen








