Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons

I love Juice

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

20.12.2010. Der Comedian Ricky Gervais erklärt in einem Blogbeitrag für das Wall Street Journal, warum er nicht erklärt, warum er nicht an Gott glaubt. Kenan Malik erinnert in seinem Blog an eine sehr internetfreundliche und zensurfeindliche Rede der jetzigen Wikileaks-Jägerin Hillary Clinton von Anfang des Jahres. In der SZ  wundert sich der Berthold-Beitz-Biograf Joachim Käppner über Kritik an dem Buch "Das Amt": "Natürlich war das Auswärtige Amt 1933 bis 1945 eine verbrecherische Organisation."

Aus den Blogs, 20.12.2010

(Via Rivva) Der Comedian Ricky Gervais erklärt in einem besinnlichen Weihnachtsblogbeitrag für Wall Street Journal, warum er nicht erklärt, warum er nicht an Gott glaubt: "Why don?t I believe in God? No, no no, why do YOU believe in God? Surely the burden of proof is on the believer. You started all this."


Immer noch gibt es eine Menge lesenswerter Artikel zu Wikileaks in den Blogs. Kenan Malik, Autor des Buchs "From Fatwa to Jihad - The Rushdie Affair and its Legacy", erinnert an eine Rede der amerikanischen Außenministerin Hillary Clinton von Anfang des Jahres: "The State Department, she boasted, was 'supporting the development of new tools that enable citizens to exercise their rights of free expression by circumventing politically motivated censorship.'... Ten months later, without any hint of irony, that same State Department is putting pressure on companies to do the very opposite, bullying them to break links with WikiLeaks."

Außenminister Guido Westerwelle hat seinen ganzen Mut zusammengenommen und die iranischen Behörden aufgefordert, den zwei im Iran inhaftierten deutschen Reportern Marcus Hellwig und Jens Koch an Weihnachten ein Treffen mit ihren Angehörigen zu ermöglichen. Thomas von der Osten-Sacken kommentiert in Free Iran Now: "Eine Aufforderung, die zwei im Iran inhaftierten Journalisten sofort und bedingungslos freizulassen, weil sie de facto nichts als Staatsgeiseln sind? Das will man dann doch öffentlich nicht wagen, schließlich ist es ein besonderes Verhältnis, das deutsch-iranische..."

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Die Tageszeitung, 20.12.2010

In einem etwas spröden Interview spricht die Künstlerin Barbara Kruger über ihre neue Arbeit für die Frankfurter Schirn: "Es gäbe ja keine Kunstgeschichte, wenn es die Gesellschaft nicht gäbe. Ich würde sagen, meine Arbeit handelt davon, wie wir uns zueinander verhalten."


Außerdem: Christian Semler berichtet von einem Podium über den 1999 gestorbenen DDR-Dissidenten Jürgen Fuchs. Christian Broecking erinnert an Ornette Colemans 50 Jahre altes Album "Free Jazz: A Collective Improvisation". Der deutsch-palästinensische Autor Aref Hajjaj beschreibt in einem Reisetagebuch die Situation israelischer Araber. Besprochen wird das Comeback-Album von Edwyn Collins, "Losing Sleep".

Auf der Meinungsseite erinnern Christian Ströbele die Vorwürfe gegen Julian Assanges "verdammt an den Vorwurf unamerikanischer Umtriebe unter McCarthy".

Und Tom.

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Frankfurter Rundschau, 20.12.2010

Daland Segler schreibt den Nachruf auf Captain Beefheart.


Ansonsten gibt's Rezensionsfeuilleton: Besprochen werden Dimiter Gotscheffs Adaption von Aki Kaurismäkis Film "Mann ohne Vergangenheit" für das Deutsche Theater ("geht kolossal schief", meint Jürgen Otten), eine Schau über das Jahrhundert der Staufer in den Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim, zwei Bücher über das ehemalige Jugoslawien und Olaf B. Raders Biografie über den Staufer Friedrich II. (mehr in unserer Bücherschau heute ab 14 Uhr).

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Neue Zürcher Zeitung, 20.12.2010

Sieglinde Geisel beobachtet die Bemühungen um die Südliche Friedrichstadt, die wie so viele andere West-Berliner Quartiere von ihren östlichen Gegenparts weit abgeschlagen wurde. Jetzt soll es die Kultur attraktiver machen. Stefan Hentz schreibt zum Tod von Don Van Vliet alias Captain Beefheart. Susanne Ostwald besucht die Dreharbeiten zum Abenteuerfilm "Flucht aus Tibet", der im Berner Oberland gedreht wird.


Besprochen wird die Klanginstallation "A Dream Within a Dream" über, mit und von Edgar Allan Poe in Zürich.

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Die Welt, 20.12.2010

In Tel Aviv ist ja so ziemlich alles angesagt, was mit Berlin zu tun hat, jetzt schwärmt Uri Berkovitz von der Cartoon-Website Hipsterhitler.com, die den Israelis T-Shirt gewordene Kalauer wie "I love Juice" oder "You make me feel like Danzig" beschert. Michael Pilz verabschiedet Captain Beafheart, für ihn der "vielleicht größte Sänger aller Zeiten".


Besprochen werden David Frays Einspielungen von Mozarts Klavierkonzerten und Dimiter Gotscheffs Theaterfassung von Aki Karismäkis Film "Der Mann ohne Vergangenheit" am Deutschen Theater in Berlin.

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Süddeutsche Zeitung, 20.12.2010

Joachim Käppner, Autor einer Biografie über Berthold Beitz, wundert sich, "welche Torheiten und längst überwunden geglaubte Rechtfertigungsstrategien" gegen das Buch "Das Amt" kursieren und hält fest: "Scheinbar gilt hier als obszön, was man nicht hören will. Natürlich war das Auswärtige Amt 1933 bis 1945 eine verbrecherische Organisation. 'Das Auswärtige Amt', heißt es so prägnant wie treffend im Bericht der Kommission, 'repräsentierte, dachte und handelte im Namen des Regimes.'"


Weitere Artikel: Der Architekt Gert Kähler erzählt von Bürgerbegehren gegen Hamburger Bauprojekte, die durch Einführung von Elementen direkter Demokratie seitens der Stadtpolitik noch befördert wurden. Johan Schloemann verabschiedet das Kulturhauptstadtjahr an der Ruhr. In den "Nachrichten aus dem Netz" stellt Johan Schloemann das Google Tool Ngram vor, mit dem man Millionen Bücher nach Begriffshäufigket durchsuchen kann. Und Tod, Tod, Tod: Andrian Kreye schreibt zum Tod von Captain Beefheart. Lothar Müller scheibt zum Tod des Schauspielers und Rezitators Wolf Redl. Stephan Speicher schreibt zum Tod des Bismarck-Biografen Ernst Engelberg.

Auf der Medienseite meldet Stefan Ulrich, dass Carine Roitfeld die französische Vogue verlässt.

Besprochen werden neue DVDs, Premieren von Stücken Arthur Millers, Aki Kaurismäkis und John Steinbecks in Berlin, zwei Timm Ulrichs-Ausstellungen in Hannover, Hans Werner Henzes Kantate "Opfergang" nach Werfel in Bochum und Bücher, darunter Neuerscheinungen zu Fontane (mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr).

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Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.12.2010

Die erste Seite des Feuilletons verarbeitet in Schnipseln das Phänomen Winter. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten darf für ihre Schlösser in Berlin und Brandenburg eine "Knips-Gebühr" für kommerziell genutzte Fotos verlangen, das hat der BGH gerade entschieden. In der Leitglosse findet Andreas Kilb das ganz richtig: Nicht die Stiftung sei hier der Abzocker, "es sind ja zunächst die Ostkreuz-Fotografen, die Honorare verlangen - von den Verlagen und Redaktionen, die ihre Bilder abdrucken". In einer "Klarer Denken" überschriebenen Kolumne nimmt uns der Autor Rolf Dobelli jede "Kontrollillusion". Für Umberto Eco zeigen die geleakten Diplomaten-Depeschen vor allem eins: Diplomaten schreiben nur von Journalisten ab und sind daher nutzlos. Andreas Kilb schreibt zum Tod des Historikers und Bismarck-Biografen Ernst Engelberg. Edo Reents schreibt zum Tod des Bluessängers Captain Beefheart.


Besprochen werden eine Ausstellung über Bilderwelten zwischen Kelten und Etruskern im Archäologischen Museum Frankfurt, Roger Vontobels Inszenierung von Arthur Millers "Alle meine Söhne" am Deutschen Theater Berlin und Bücher, darunter Nizamis Liebesepos "Chosrou und Schirin" (mehr in unserer Bücherschau heute ab 14 Uhr).

In der FAZ am Sonntag stellt Nils Minkmar auf einer dreiviertel Seite ernstlich die Frage "Florian Illies nimmt Abschied vom Journalismus - Was sagt uns das über den Zustand des deutschen Feuilletons?", die er dann aber nicht beantwortet.

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Archiv: Heute in den Feuilletons

Vom Verenden des Verstehens

26.05.2012. Pfingstereignis Feuilleton! In der FAZ überlegt Durs Grünbein, warum Dichtung unerlässlich ist. In der SZ schreibt Günter Grass ein erlässliches Gedicht. In der NZZ beschreibt Botho Strauss den Idioten als freien Geist. In der Welt droht der Künstler Gregor Schneider Documenta-Chefin Carolyn Christov-Bakargiev mit Kunst. Im Tagesspiegel wünscht sich Johannes Schneider etwas mehr Ehrlichkeit in der Urheberrechtsdebatte. In der taz schlägt Ulrich Kühne vor: Nur noch sechs Prozent für die Verwerter. Mehr lesen

Grenzen spielen eine ambivalente Rolle

25.05.2012. Heise Online und die Welt melden: Die Urheberrechtsabgaben für USB-Sticks steigen um bis zu 1850 Prozent. Die FR bewundert in ihrer Cannes-Kolumne Nicole Kidman in der Rolle ihres Lebens. Die FAZ resümiert die spanische Debatte um Mario Vargas-Llosas jüngstes Buch "La civilización del espectáculo". Mehr lesen

Belebung der Leiber

24.05.2012. In der NZZ beschreibt die Schriftstellerin Mansura Eseddin die Situation kurz vor den Wahlen in Ägypten. In der taz erzählt Wes Anderson, was ihn an den 60er Jahren interessiert. In der FAZ erklärt Peer Steinbrück dem Genossen Thilo Sarrazin noch einmal, warum wir den Euro brauchen. In der Zeit erklärt FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher dem Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo: Die Piraten sind keine Modeerscheinung. SZ, Welt und taz feiern den neuen Film von Leos Carax und seinen Hauptdarsteller mit dem hässlichen und wunderschönen, bösen und romantischen Gnomengesicht: Denis Lavant. Mehr lesen

Pragmatische Theorie der Tücke

23.05.2012. Die Welt erzählt, was man in der großen Ausstellung über den jungen Dürer in Nürnberg lernen kann. Und sie spricht sich gegen die Vorschläge der Piratenpartei zum Urheberrecht aus.  In der SZ begrüßt der Historiker Michael Wildt neue Blicke auf die Gewaltzusammenhänge des 20. Jahrhunderts. Und Georg Klein zerschneidet Schnecken. Slate.fr fragt: Wie frauenfeindlich darf ein Festival wie Cannes sein? Mehr lesen

Archiv: Heute in den Feuilletons

Gelegentlich auch finster und bizarr

22.05.2012. Die Inszenierung von "The Rake's Progress" in Frankfurt ist zwar ein bisschen bieder, findet die FR, aber ansonsten: tolle Oper! Die FAZ stellt erstaunliche Parallelen zwischen den Urheberrechtspositionen der SPD und der Piraten fest. Die SZ versucht mithilfe der Nobeltpreisträgerin Elinor Ostrom Urban Gardening und Filesharing zu verstehen. Alle trauern um Robin Gibb. Und die NZZ meint zur Position der deutschen Sarrazin-Kritiker: "Hilflos strampeln sie mit im System der Vermarktung, das sie verdammen." Mehr lesen

Figur der Jederzeitlichkeit

21.05.2012. Wie können die Europäer eigentlich in ein Land kommen, wo gefoltert wird, um ein Fußballfest zu feiern?, fragt Juri Andruchowytsch in der FR. Aber sie singen ja auch in Baku, notiert die taz. Im sonnigen Cannes hebt sich die Düsternis dänisch-österreichischer Autorenfilme besonders vorteilhaft ab, findet die Welt. Im Perlentaucher plädiert Katharina Hacker für das Teilen von Texten - und gegen "Geistiges Eigentum". Die NZZ lernt in Japan: Wer hundert werden will, muss lernen, lernen, lernen.  Mehr lesen

Auch bei geringsten dynamischen Graden

19.05.2012. In der Welt gratuliert Kontatin Grcic dem Designerkollegen Dieter Rams, der ihn auf den Pfad der Tugend zurückführte. Die taz überlegt, ob die Geschichte von kino.to als Hollywoodfilm nachzuerzählen wäre, und welche Rolle dabei den Verbänden der Filmindustrie zukäme. Die SZ kritisiert in der Urheberdebatte den Autoren-Aufruf und fordert konstruktive Lösungen. Die FAZ bewegt sich mit Grausen durch spanische Investitionsruinen. Alle trauern um Dietrich Fischer-Dieskau. Mehr lesen

Das Theater, es lebt, es lebt

18.05.2012. Die Berliner Volksbühne ist wieder auferstanden, meldet die taz nach dem Berliner Theatertreffen. Die Welt ist beglückt von Wes Andersons Film "Moonrise Kingdom", der das Festival von Cannes eröffnete. Das Blog Movie Morlock hat passend zum Anlass Glamour-Fotos aus den besseren Jahren des Festivals zusammengestellt. In der FAZ macht Frank Rieger vom CCC einen Vorschlag zur Steuerrevolution. In deutschen Blogs wird immer noch recht heftig über den Urheber-Aufruf diskutiert. Gibt es ein Menschenrecht auf "Geistiges Eigentum"? Mehr lesen

Sie rezensieren, loben und verbreiten auch

16.05.2012. Der Urheber-Aufruf sorgt weiter für Debatten - nun melden sich allerdings auch Autoren, die ihn kritisieren. Cora Stephan will in der Welt die Front gegen die Leser aufbrechen. Benjamin Stein fordert in der Jüdischen Allgemeinen die Anpassung des Urheberrechts an das digitale Zeitalter. Alle Zeitungen begrüßen den Büchner-Preis für Felicitas Hoppe. Nur die SZ überlegt, wer ihr lieber gewesen wäre. Mehr lesen

Viel mit der Hand abgeschrieben

15.05.2012. Die taz kritisiert die Bild: Denn die macht keinen soliden Journalismus, wie er zum Beispiel von Elke Heidenreich verkörpert wird. Jörg Lau kritisiert in seinem Zeit-Blog die taz und erinnert sie daran: Auch wer provoziert, ist nicht selbst schuld, wenn er am Ende dafür umgebracht wird. Die FR ist traurig über die Gentrifizierung Hamburgs. Und Sibylle Lewitscharoff plädiert in der FAZ fürs Urheberrecht. Mehr lesen

Von bürgerlichen Medien empfohlen

14.05.2012. Heftig herumgedruckst wird bei der Berichterstattung über den Eklat bei der Verleihung des Henri-Nannen-Preises: Eigentlich missgönnt SZ-Redakteur Hans Leyendecker den Kollegen von der Bild den Preis gar nicht, schreibt die Bild. Und die SZ zitiert lieber eine Stellungnahme des Netzwerks Recherche - als wäre das nicht Leyendeckers Club. Die taz findet trotzdem: Die SZ-Kollegen sind Helden. Die FAZ ist empört über eine Aktion anonymer Hacker, die die Adressen von Unterzeichnern der Aktion "Wir sind die Urheber" veröffentlichen und mit weiteren Aktionen drohen. Mehr lesen

Unbeeindruckt vom Hohn der Kunstwelt

12.05.2012. Die Urheberrechtsdebatte tost und rumpelt weiter: "Ihr seid nicht (mehr) systemrelevant", ruft Udo Vetter den "Wir sind die Urheber"-Urhebern zu. Euer Geschäftsmodell ist von gestern, bedauert die FR. Vor kurzem protestierten Urheber doch noch gegen Verwerter, wundert sich die SZ. Auf Spiegel Online erinnert Volker Kauder daran, dass auch die Freiheit der Kommunikation Schutz verdient. Die NZZ befasst sich mit dem Dackel in der Kunst. Die FAZ bewundert die Erektion eines Möhrenmännleins. Und: die SZ schlägt den Nannen-Preis für die Bild-Zeitung aus. Mehr lesen

Auch das Spiel folgt Regeln

11.05.2012. Im Tagesspiegel fordert der Drehbuchautor Thomas Bohn: Künstler, erfüllt die Bedürfnisse eures Publikums. Carta fürchtet, dem Künstler geht es bald wie der Milchkuh. Die FAZ dankt für die Würdigung der Verwerter. Die taz findet die Vorstellung von Liquid Democracy naiv: Politik brauche Profis. Die SZ begutachtet die weißen Elefanten in Kiew und Warschau. Die NZZ durchforstet das Angebot der Multioptionsgesellschaft. Mehr lesen

Man versucht, die Revolution herauszuhalten

10.05.2012. In der Zeit pochen hundert Urheber auf ihr Recht. Und Peter Sloterdijk bezweifelt, dass André Rieu in der Lage ist, eine Philosophie-Sendung im ZDF zu moderieren. Die Urheberrechtsdebatte reißt auch in weiteren Medien Gräben auf: Im Freitag fordert der Konzertagent Berthold Seliger eine Reform, die eine Verkürzung der Schutzfristen einschließt. Der Urheberrechtsexperte Till Kreutzer fordert im WDR, dass man die Gegebenheiten der Digitalisierung zur Kenntnis nimmt. Und Foreign Policy meldet: die Prediger der Christenverfolgung haben jetzt schon eine Million Follower. Mehr lesen

Wie eine Kühlbox mit Deckel obendrauf

09.05.2012. Der Tagesspiegel ist froh, dass Berlin nur einen Flughafen eröffnen will. Es hätte noch peinlich kommen können. Der Perlentaucher schaut mit Mitleid auf die narzisstische Kränkung, die das Netz dem Liberalismus zufügt. Die taz druckt schon wieder einen Europa-Appell mit Daniel Cohn-Bendit. In der Welt fragt Ralf Fücks von der grünen Böll-Stifung, ob aus den Piraten je was werden kann. Die NZZ wirft einen Blick auf das neu erblühende Kulturleben in Simbabwe. In der FAZ telefoniert Michael Krüger über Skype mit einem griechischen Freund. Mehr lesen

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