Vorgeblättert

Mahmud Doulatabadi: Der Colonel

06.04.2009. Mahmud Doulatabadi erzählt von den politischen Umwälzungen im Iran, von einem ehemaligen Offizier der Schah-Armee und dessen Sohn bei den Revolutionsgardisten, von den Leidenschaften der Revolution und dem Horror, der bis in die Gegenwart dauert. Lesen Sie einen Auszug aus "Der Colonel".
Mahmud Doulatabadi: Der Colonel
Aus dem Persischen und mit einem Nachwort von Bahman Nirumand

Unionsverlag, Zürich 2009
Gebunden, 280 Seiten, Euro 19,90

Erscheint am 27. April 2009

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Klappentext: Eine pechschwarze Regennacht in einer iranischen Kleinstadt, ein altes Haus. Der Colonel hängt seinen Gedanken nach. Erinnerungen stürmen auf ihn ein. An seine Jahre als hochdekorierter Offizier der Schah-Armee. An seine Kinder, die ihren eigenen Weg gingen, sich den Revolutionsgardisten Khomeinis angeschlossen haben und in den Krieg zogen, in die Leidenschaften der Revolution und des Todes. Durch die Gassen werden die gefallenen "Märtyrer" getragen, in der Stadt werden ihnen Denkmäler gebaut. Es herrscht Krieg - "diese giftige, fleischfressende Pflanze". Und im Haus sind Geheimnisse verborgen: Ein Sohn versteckt sich im Keller, gepeinigt von den Albträumen seiner Erinnerungen. Da klopft es an die Tür. Der Colonel wird abgeführt, zur Staatsanwaltschaft.

Zum Autor: Mahmud Doulatabadi, geboren 1940 im Nordosten Irans, arbeitete in der Landwirtschaft und als Handwerker. Später absolvierte er die Theaterakademie in Teheran und war eine Zeitlang Schauspieler. Aus politischen Gründen war er zwei Jahre in Haft. Heute lebt er mit Frau und drei Kindern in Teheran als freier Schriftsteller und Universitätsdozent für Literatur. Er hat zahlreiche Romane, Erzählungen, Theaterstücke und Essays veröffentlicht und gilt als bedeutendster Vertreter der zeitgenössischen persischen Prosa.
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