Wolfram Bergande

Lacans Psychoanalyse und die Dekonstruktion

Passagen-Verlag, Wien 2002
ISBN 9783851655209
Kartoniert, 110 Seiten, 12,90 EUR

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 16.07.2003

Hans-Dieter Gondek zollt Wolfram Bergandes Unterfangen Respekt: Die Beziehung zwischen den Werken von Lacan und Derrida zu erforschen, sei eine komplizierte Aufgabe. Die Nähe der beiden Denker wurde im deutschsprachigen Raum lange überschätzt, Derridas Polemik gegen Lacan 1975 kam wie ein Schock, erzählt Bergande. Umso mehr begrüßt er, dass Gondek sich als einer der ersten mit dem inhaltlichen Kern der Auseinandersetzung beschäftigt. Dem Berliner Philosoph und Romanist gelinge es in seiner "knappen, aber ungemein konzentrierten" Untersuchung, sowohl die philosophischen als auch die psychoanalytischen Aspekte des Disputs gekonnt darzustellen, lobt der Rezensent. Besonders wichtig scheint ihm Bergandes "intime Vertrautheit mit dem Hegelschen Denken", zeige er doch auf, dass Lacan mehr von Hegel geerbt hat als bisher angenommen wurde. Nur wenn Bergande versucht, Derridas Interpretation von Husserls Ausdruckstheorie auf Lacan zurückzuführen, kann Gondek nicht mehr mitgehen.
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