Wir sind überall

weltweit. unwiderstehlich. antikapitalistisch
Cover: Wir sind überall
Edition Nautilus, Hamburg 2007
ISBN 9783894015367
Kartoniert, 500 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Herausgegeben von "Notes from Nowhere". Aus dem Englischen von Sonja Hartwig. Das erste Coffeetablebook der globalisierungskritischen Bewegung: Ein Handbuch des neuen weltweiten Protests, der ohne Führer und ohne Kleines Rotes Buch auskommt und dezentral für Deglobalisierung, Pluralismus und direkte Demokratie eintritt. Ein Pflasterstein gegen den Zynismus und ein beeindruckendes Dokument der Zivilcourage. Subjektive Berichte, praktische Tipps und zusammenführende Analysen machen dieses Buch zu einer alternativen Weltreise. Auf über 500 Seiten Text, illustriert mit 150 Fotos, berichten Aktivisten aus aller Welt über die neue, kreative "Bewegung der Bewegungen": Straßenkarnevalisten aus England, G-8-Protestierer aus Seattle und Genua, gegen genmanipuliertes Saatgut kämpfende Bauern aus Indien, die "Wasserkrieger" aus Bolivien, Landbesetzer aus Brasilien, afrikanische Sans-Papiers aus Frankreich, Gartenguerilleros aus New York .

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 26.05.2007

Malte Kreutzfeldt begrüßt diesen Sammelband über Akteure der Globalisierungskritik auf der ganzen Welt, den ein internationales Autorenkollektiv herausgegeben hat. Die rund 60 Texte - Berichte, Reportagen, Interviews, Dokumentationen - vermitteln für ihn ein gelungenes Bild der Bewegung. Zudem findet er in den Texten zahlreiche neue Aspekte über Hintergründe, Vorgeschichte, persönliche Motivationen und Gefühle, Erlebnisse am Rande. Er unterstreicht, dass der Band die Akteure für sich selbst sprechen lässt, und vergleicht das Werk mit einem "gedruckten Weltsozialforum". Aus den vielen subjektiven Geschichten entsteht für ihn die Geschichte der Bewegung. Neben den Texten bietet der Band eine Reihe von beeindruckenden Fotografien, eine chronologische Zeitleiste, praktische Anleitungen für "direkte Aktionen" sowie mehrere zusammenfassende Analysen. Negativ wertet er die nicht immer gelungenen Übersetzungen und den Umstand, dass die beschriebenen Ereignisse, die mit dem Aufstand der Zapatisten 1994 beginnen, im Jahr 2003 enden.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 28.03.2007

Raphaela Kula ist von diesem Sammelband, der Anhänger der Antiglobalisierungsbewegung zu Wort kommen lässt und der zeitgleich auf Französisch, Italienisch, Griechisch, Koreanisch, Spanisch und Türkisch erschienen ist, sehr angetan, weil er einen Blick ins Innere der Bewegung erlaubt. Sie preist die Bandbreite, in der Globalisierungsgegner aus aller Welt ihr Anliegen präsentieren, und freut sich, dass der Band einen Einblick in die Lebendigkeit und Originalität der Protestbewegungen vieler verschiedener Länder erlaubt. Positiv hebt sie die Verknüpfung von politischen Analysen und subjektiven Berichten hervor, die dieser Band bietet, und sie zeigt sich sehr angetan von der historischen Entwicklung, die das Buch in seiner Chronologie skizziert. Denn der Zapatistenaufstand 1994, mit dem das Buch ansetzt, werde von vielen Globalisierungsgegnern als Wurzel der Bewegung angesehen, erklärt die Rezensentin. Wer sich für die globalisierungskritische Bewegung und für die alternativen Welt- und Lebensentwürfe interessiert, wird in diesem Buch viel erfahren und besonders für die Kritiker der Globalisierungsgegner ist das Buch zu empfehlen, das mit vielen Vorurteilen aufräumt, lobt die Rezensentin.
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