Das viele liquide Geld, das im Markt verfügbar ist, erschließt dem unseriösen Kapitalanlagenvertrieb immer neue Kundenkreise, zunehmend auch in unteren und mittleren Anlegerschichten. Diese werden entweder über Beteiligungssparpläne zu jahrzehntelangen Einzahlungen bewegt oder dazu überredet, für dubiose Fondsanteile oder wertlose Immobilien Kredite bis zum mehrfachen des verkörperten Wertes aufzunehmen. Ob Bankgarantie- und Tradingmodelle oder Diamantenhandel, ob Börsentermingeschäfte, Pennystocks oder Zinsdifferenzmodelle: am Ende ist die Existenz häufig dauerhaft ruiniert. Der renommierte Kapitalanlagerechtler Wilhelm Lachmair nimmt Struktur und Folgen der unseriösen Angebote gründlich unter die Lupe und beschreibt anhand prominenter und spektakulärer Fallbeispiele, wie man sich als Anleger schützen kann.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 08.06.2001
Der Rezensent mit dem Kürzel "gab" kann sich mit diesem Buch nicht wirklich anfreunden. So diagnostiziert er einige Ungenauigkeiten und Oberflächlichkeiten und findet, dass sich der Band vor allem an Personen richtet, die "von Finanzgeschäften nicht viel verstehen". Auch findet er die Grenzen zwischen kriminellen Machenschaften und lediglich riskanter Geldanlage hier nicht immer klar gezogen. Darüber hinaus wird seiner Ansicht nach der unkundige Leser an mancher Stelle eher verwirrt, etwa wenn Lachmair anmerkt, dass auch "grundsätzlich respektable Geschäftsbanken" bisweilen "problematische Anlagen verkaufen". Wie jedoch eine "seriöse Anlageberatung" aussehen sollte, dies erfährt der Leser leider nicht, bemängelt "gab".
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