Deutscher Wirtschaftsdienst, Köln 2026
ISBN
9783690660334 Gebunden, 256 Seiten, 30,00
EUR
Klappentext
Wolfgang Grupp. Jeder kennt ihn, meint ihn zu kennen: Das ist der akkurat gekleidete Mann, der mit seiner Firma Trigema nur in Deutschland produziert. Der Mann mit dem Affen, aus der Werbung vor der Tagesschau. Der Mann, der in Talkshows anderen vorwirft, nicht verantwortlich zu handeln, keinen Anstand zu haben. Doch wer ist dieser Mann wirklich? Ein Jahr lang hat Volker ter Haseborg den Unternehmer für diese Biografie begleitet. Und einen Wolfgang Grupp kennengelernt, der nach der Übergabe der Firma mit seinem Leben hadert. Der das Gefühl hat, nicht mehr gebraucht zu werden. Sein Suizidversuch hat viele Menschen bewegt. Grupp spricht über seine Ängste und Depressionen, über Tod und Lebensmut. Und gewährt Einblick in sein Tagebuch. Neben Grupp selbst erzählen seine Frau Elisabeth, seine Kinder Bonita und Wolfgang und viele Weggefährten seine Lebensgeschichte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.06.2026
Rezensent Benjamin Wagener findet Volker ter Haseborgs Biografie über den ehemaligen Trigema-Chef Wolfgang Grupp schonungslos offen. Anhand von Interviews mit der Familie und Mitarbeitern erzählt der Autor laut Wagener die Firmengeschichte und eine Unternehmerbiografie mit Ecken und Kanten. Dazu gehört Grupps unkonventionelle Art ebenso wie sein leichtfertiger Umgang mit der NS-Geschichte des Unternehmens, erklärt der Rezensent. Stark ist das Buch für ihn, wenn der Autor Grupp in seiner Widersprüchlichkeit und Verletzlichkeit zeigt. Das Buch spart Grupps Suizidversuch nicht aus, meint Wagener anerkennend. Besonders interessant für Wagener: Die tragende Rolle der Ehefrau Elisabeth Grupp für das Unternehmen wird im Buch deutlich.
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