Ulrich Ritzel

Schwemmholz

Roman
Cover: Schwemmholz
Libelle Verlag, Lengwil 2000
ISBN 9783909081899
Gebunden, 416 Seiten, 19,94 EUR

Klappentext

Frühjahr 1999: Das Hochwasser in Donau und Bodensee schwemmt nicht nur totes Holz mit sich. Es überflutet auch einen Neubau, in dessen Keller eine Mauer zu viel steht. Eigentlich ermitteln Berndorf und die Kommissarin Tamar Wegenast wegen einer Brandstiftung gegen Wohncontainer. Das sieht zunächst aus wie der Anschlag rechtsradikaler Glatzen auf eine italienische Baufirma. Aber dann liegt die Leiche eines der freigesprochenen Skins vor dem Ulmer Justizgebäude. Die Handschrift der Mafia? Ein Attentat auf Berndorf gibt dessen Nachforschungen ganz andere Brisanz: Die Spuren führen aus landespolitischem Gemenge in den Teig aus alteingesessener Ulmer Bauwirtschaft und bestechlichen Beamten. Als die Gasexplosion in einem alten Mietshaus am Südbahnhof zu den Neubauplänen einiger Rotarier passt, spitzen sich neue Fragen zu ...

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 19.10.2000

Michaela Grom, die im Debütroman des Autors bereits einen "Hoffnungsträger des deutschen Kriminalromans" ausgemacht hat, ist auch von diesem Buch nicht enttäuscht. Mit dem Ulmer Kriminalkommissar Berndorf habe Ritzel einen Sympathiefigur entworfen, von der man mehr lesen will, so die begeisterte Rezensentin. Der Plot des Romans, lobt sie, sei "geschickt" konstruiert und entwickele sich gegen die Erwartung des Lesers. Dazu habe das Buch, das schon im vorigen Jahr geschrieben wurde, eine "ungeahnte Brisanz", indem es die "Frage nach der Moral in der Politik" und der "Anfälligkeit demokratischer Strukturen" stellt, findet die Rezensentin. Ihre einzige Sorge ist, dass der zweite Krimi des Autors bereits der letzte sein könnte, da sich die Pensionierung des Protagonisten andeutet. Ihr bleibt nur, auf einen weiterermittelnden Rentier zu hoffen.
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