Tobias Kirchhof

Der Tod Schleiermachers

Prozess und Motive, Nachfolge und Gedächtnis
Cover: Der Tod Schleiermachers
Edition Kirchhof und Franke, Leipzig 2007
ISBN 9783933816221
Gebunden, 312 Seiten, 45,00 EUR

Klappentext

Unter Mitarbeit von Beatrix Kuchta. "Dieser herrliche Tod hat hier viel Eindruck gemacht. Er hat die, welche an seinem Christentum zweifelten, beschwichtigt und wenigstens für den Augenblick still gemacht." So beschreibt der Zeitgenosse und Historiker Leopold von Ranke den Tod Friedrich Schleiermachers. Für einen großen Teil der gebildeten Gesellschaft um 1834 zeigte sich im Sterben des Predigers und Theologen ein christliches Bekenntnis, das unabhängig von der eigenen religiösen Einstellung, sei sie orthodox, erweckt oder rationalistisch, tief beeindruckte. Die hohe Anerkennung dieses öffentlich dokumentierten Sterbeprozesses wirft aber auch die Frage nach dessen möglicher Inszenierung auf. Dieser Frage sowie dem Problem der Tradierung von Schleiermachers wissenschaftlichen und kulturellen Leistungen und der um ihn und seinen Tod konstruierten Erinnerungsgehalte widmet sich das Buch. Dazu sind bisher unbekannte Quellen erschlossen worden, die in einem umfangreichen Anhang zusammen mit einem großen Bildteil zugänglich gemacht sind.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 04.07.2007

Das Begräbnis des Theologen und Predigers Friedrich Daniel Ernst Schleiermachers 1834 war ohne Frage die mächtigste bürgerliche Beerdigung ihrer Zeit und löste einen Gedenkkult aus, der seinesgleichen suchte, erinnert Friedrich Wilhelm Graf. Deshalb hat er die detaillierte Nachzeichnung von Schleiermachers Tod und Begräbnis und den dabei zu studierenden Totenkult mit größtem Interesse gelesen. Wenn es der Rezensent auch beklagenswert findet, dass das Buch stilistisch nicht überzeugt, so wird dieser Makel, wie er glaubt, durch eine kleinteilige Darstellung und nicht zuletzt auch wegen der im Anhang abgedruckten Quellentexte aufgewogen.
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