Tausendundeine Nacht

Das glückliche Ende
Cover: Tausendundeine Nacht
C.H. Beck Verlag, München 2016
ISBN 9783406688263
Gebunden, 428 Seiten, 24,95 EUR

Klappentext

Nach der Handschrift der Rasit-Efendi-Bibliothek Kayseri erstmals ins Deutsche übertragen von Claudia Ott. Mit Kalligrafien von Mustafa Emary. In einer kleinen Bibliothek in Zentralanatolien, die vor 250 Jahren ein Sammler alter Handschriften erbaute, liegt - versteckt in einem falsch beschrifteten Schuber - ein uraltes Manuskript des Endes von "Tausendundeine Nacht". Diese sensationelle Entdeckung macht Claudia Ott mit ihrer Übersetzung erstmals der Öffentlichkeit zugänglich. Über das Ende der Rahmenerzählung von der klugen Schahrasad, die durch ihre Geschichten König Schahriyar davon abhält, sie zu töten, war bisher so gut wie nichts bekannt. Die vollständigen arabischen Manuskripte, die erst im 19. Jahrhundert unter europäischem Einfluss entstanden sind, blenden die Rahmenerzählung fast völlig aus. Erstmals werden nun die letzten 125 Nächte des Zyklus sowie der ausführliche Schluss in einer arabischen Fassung zugänglich, die viele Jahrhunderte älter ist.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 14.05.2016

Für Reinhard Brembeck ist dieses Buch eine kleine Sensation. Denn dank Claudia Otts brillanter Übersetzung kann der Kritiker erstmals das glückliche Ende von "Tausendundeiner Nacht" in einem zusammenhängenden Text auf Deutsch lesen. Die in der 880. Nacht einsetzende, etwa um 1500 verfasste arabische Handschrift liegt seit 200 Jahren in einer öffentlichen Bibliothek im türkischen Kayseri, informiert der Rezensent, der hier neben kurzen, bisweilen "obszönen" Tier- und Menschenfabeln insbesondere die zahlreichen emanzipatorischen Passagen bewundert. Die verdiente Übersetzerin erscheint dem Kritiker in diesem Buch nicht mehr als Orientalistin, sondern geradezu als Alter Ego Schahrasads und somit als herausragende Erzählerin.

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