Wieso herrschte in den Straßen Roms laut Juvenal auch nachts ein "Krach, der einem Meerkalb den Schlaf rauben würde"? Wie erklärten sich die Römer die Welt? Warum hielten sie die Sklaverei für selbstverständlich? War die römische Demokratie eine Volksherrschaft? Wie wurde das römische Weltreich erobert und verwaltet? In dieser Alltagsgeschichte wird das Römische Reich auf dem Höhepunkt seiner Macht und kulturellen Blüte (100 v.Chr. - 100 n.Chr.) lebendig: auf dem Forum, in Amtsstuben und Lagern, bei Gastmählern und Versammlungen, unter Händlern und Legionären, in den Straßen und Tempeln, den Schulen, Theatern und Bädern, bei den Plebejern, Patriziern und Sklaven und nicht zuletzt in den Schriften der römischen Philosophen, Historiker und Satiriker.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.10.2001
So viele Lobhuldigungen wie die von Renate Grubert kann eine Rezension kaum noch verkraften. Hier fällt kein schlechtes Wort, die Rezensentin ist hellauf begeistert, rundum, mit allem. Die Idee - wie lebten eigentlich die Römer und Römerinnen - findet Grubert brillant, die Recherche von Sylke Tempel hält sie für wasserdicht, das Ganze ist federleicht und tiefgründig zugleich geschrieben, die Gliederung und der Aufbau sind klar und übersichtlich und optisch ist das Buch "ein Leckerbissen". Für Grubert hat Tempel einen Volltreffer gelandet, einmal für Jugendliche und dann noch für alle Ex-Lateiner, die sich im Unterricht mit Kriegsberichten zu Tode gelangweilt haben und hier endlich erfahren können, was sie schon immer über die Römer wissen wollten, aber sich nie zu fragen trauten.
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