Susanne Waiz

Auf Gebautem bauen

Im Dialog mit historischer Bausubstanz; Eine Recherche in Südtirol. Deutsch-Italienisch
Cover: Auf Gebautem bauen
Folio Verlag, Wien 2006
ISBN 9783852563152
Gebunden, 190 Seiten, 36,00 EUR

Klappentext

Der Band "Auf Gebautem bauen" berichtet anhand zahlreicher Projekte in Südtirol über den "Dialog mit historischer Bausubstanz". Walter Hauser macht in seinem Einführungsbeitrag darauf aufmerksam, dass die Tatsache des An- und Weiterbauens bis zur Moderne eine nicht hinterfragte Tradition war, also etwas ganz Selbstverständliches. Dass Konzepte wie der Erhalt der baulichen Substanz zumal im Historismus keine Rolle spielten, widerspricht dem nicht. Erst die architektonische Moderne mit dem Tabula-rasa-Prioritäten begünstigenden "International Style" machte Schluss mit dem Prinzip der wie auch immer verschliffenen Kontinuität. Das Verdienst der Postmoderne war es, erneut darauf aufmerksam zu machen, dass sich nicht jedes bauliche Problem "international" lösen lässt. Das Vergessen, das man der Postmoderne gerne unterstellt, gab ihr überhaupt erst Auftrieb - über die mehr oder weniger geglückten Werke lässt sich natürlich trefflich streiten.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 20.05.2006

Rezensent Jürgen Tietz zeigt sich sehr angetan von der Auswahl der Südtiroler Bauprojekte, die die Autorin Susanne Waiz in ihrem Buch anschaulich und ausführlich vorstellt. Die Projekte verbinden allesamt historische Bausubstanz mit neuen Bauten. Der Ansatz der Autorin ist seiner Meinung nach besonders verdienstvoll, weil es zwischen Architekten und Denkmalschützern oft konfliktreich zugeht. Doch Waiz gelingt es laut Tietz, "Lösungsansätze zu diesem Dilemma" vorzustellen. Die bestehen nicht aus "Radikalkontrasten zwischen Alt und Neu", sondern in erster Linie aus "leisen Tönen", wie er betont. Herausgekommen ist dabei nach Einschätzung des Rezensenten ein "ästhetisch reizvolles Architekturbuch", das Lust auf eine weitere Auseinandersetzung mit den Bauten macht.

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