Mirabelle Butterfield ist eine liebenswerte Träumerin. Sie verkauft Handschuhe in einem Nobelkaufhaus in Beverley Hills, obwohl niemand mehr Handschuhe braucht, und wirkt ein wenig verloren in der glitzernden Welt der Reichen und Schönen. Durch ihre Bescheidenheit und zerbrechliche Schönheit steht sie immer etwas abseits, und doch geht ein eigenartiger Zauber von Mirabelle aus. Sie selbst ahnt nichts von ihrem bezaubernden Charme, der aber gerade dadurch umso anziehender wirkt. So erregt sie schließlich die Aufmerksamkeit von Ray Porter, einem Millionär...
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 10.09.2003
Stark beeindruckt ist die Rezensentin Elisa Peppel von diesem ersten Roman von Steve Martin über eine unscheinbare Frau, die langsam aus ihrer so monotonen Welt ausbricht. Allerdings merke man sofort, meint die Rezensentin, das der als Filmkomiker allgemein bekannte Martin beim Schreiben dieses Buches eigentlich schon das Drehbuch für eine mögliche Verfilmung seines Stoffes vor Augen gehabt habe. Und auch die in seinem Roman vorgestellten Frauencharaktere findet sie "freundlich gesagt, etwas konventionell". Dies alles könne man dem Autor aber durchaus nachsehen, da ihm letztendlich ein "modernes Großstadtmärchen" gelungen sei, welches zwar mit "satirischen" und "komischen Elementen" glänze, dabei aber die Seriosität der Protagonisten nie in Frage stelle, schwärmt die Rezensentin. Und außerdem gingen die genaue Beobachtungsgabe des Autors und sein "knapper, deskriptiver" Schreibstil eine grandiose Symbiose ein, die es schaffe, alltägliche Situationen eindrucksvoll zu persiflieren.
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