Stephen Dupont

Generation AK

The Afghanistan Wars 1993-2012
Cover: Generation AK
Prestel Verlag, Göttingen 2014
ISBN 9783869307282
Gebunden, 320 Seiten, 78,00 EUR

Klappentext

In englischer Sprache. "Generation AK: The Afghanistan Wars 1993-2012" is a retrospective selection of images of the country where Dupont has covered everything from civil war and the rise of the Taliban in the 1990s, to the launch of Operation Enduring Freedom and the ongoing war on terrorism. Dupont completed much of this work on self-funded trips and as part of one of the last small independent photographic agencies, Contact Press Images, of which he has been a member since 1997. In 2008 he survived a suicide bombing while traveling with an Afghan opium eradication team near Jalalabad.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.10.2015

Stephen Duponts epischer Foto-Essay über Afghanistan hat Rezensent Andrian Kreye tief beeindruckt. Der Kritiker, der bei der Lektüre an W. Eugene Smith oder Robert Capa denken muss, erblickt hier die gesamte grausame "Wucht" der Kriege am Hindukusch, schätzt den Band aber auch als Dokument über die Macht, die der Blick eines Fotografen über die Geschichte haben kann. Während Kreye die von Last und Leid gezeichneten Gesichter der afghanischen Menschen fast exotisch erscheinen, wirken die Soldaten der westlichen Allianz in diesem Kontext auf ihn wie "Außerirdische". Überwältigt zeigt sich der Rezensent auch von Duponts Anordnung des Layouts, mit dem er die Mischung aus Apathie und Gewalt deutlich nachzeichnet. Darüber hinaus entdeckt der Kritiker hier Bilder, die aufgrund ihrer Härte nie in Zeitungen und Zeitschriften abgedruckt würden.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 17.03.2014

Krass findet Alex Rühle, was er auf den Afghanistan-Bildern des Australiers Stephen Dupont zu sehen bekommt: Verstümmelte Leichen, brennende Körper, Spitäler wie Schlachthöfe und Heroinsüchtige in Ruinen. Ein Foto-Schwarz-Buch über Afghanistan, meint Rühle. Die Schwarz-Weiß-Aufnahmen erscheinen ihm wie ein Schutzschild, dass der Fotograf zwischen dem Betrachter und dem Grauen eingezogen hat, wie ein Abwehrreflex. Anders wäre dieses Panoptikum eines 30 Jahre währenden Traumas auch nicht zu ertragen, mutmaßt der Rezensent. Die sich beim Schauen einstellende Distanz scheint ihn einerseits zu beruhigen, andererseits weiß er ja um ihre mildernde, die Realität verschleiernde Funktion.

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