In Österreich und mit etwas Verspätung auch in Deutschland sorgte Stefanie Sargnagels Erstling "Binge Living" für Furore. Die verrückten Erzählungen aus dem Alltag einer Callcenter-Sklavin wurden zum Überraschungsbestseller des österreichischen Buch-Weihnachtsgeschäfts 2013 und von Feuilleton und Hipster- Blogs gleichermaßen gehypet. Nun also das schwierige zweite Werk. Wobei schwierig ist hier eigentlich gar nichts; Sargnagel macht einfach ansatzlos da weiter wo sie mit "Binge Living" aufgehört hat.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 26.11.2015
Einfach großartig, wie überheblich und größenwahnsinnig Stefanie Sargnagel in ihrem zweiten Roman "Fitness" auftritt, meint Rezensent Lars Weisbrod. Zwar möchte der Kritiker das Buch angesichts allzu selbstgefällig wehleidiger Schimpftiraden auf die Kunstwelt gelegentlich gegen die Wand schmeißen, kann dann aber doch nicht mit der Lektüre aufhören, weil es schlicht zu gut ist. Und so liest der Rezensent gebannt die kurzen Tagebucheinträge, in denen die österreichische Kunststudentin von "verranzten Beisln", Treffen mit Daniel Richter, Menschenhass und Körperflüssigkeiten erzählt, begegnet diversen verkrachten Existenzen und ist begeistert von Sargnagels grotesken Tagträumen. Ein brillanter Künstlerroman, kombiniert mit einer äußerst witzigen Portion Ekelfeminismus, meint der Kritiker.
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