Mitarbeit: Larissa Bertonasco, RomyBlüml und Almuth Ertl. Mit einem Vorwort von Karen Köhler. Kann man Geister zeichnen? Oder Gespenster vielleicht? Und warum fürchten wir uns eigentlich vor ihnen? Wir kennen sie seit unserer Kindheit, sie huschen durch unsere Erinnerungen, füllen gruselige, verlassene Orte und schauen uns im Spiegel an. Die Menschen kannten sie zu allen Zeiten, in Vergangenheit und Gegenwart.In der aktuellen Ausgabe des SPRING-Magazins zeichnen die 16 Illustratorinnen geliebte wie auch vergessene Gespenster. Sie führen uns durch analoge und digitale Geisterstädte, beschäftigen sich mit dem Gespenst des Kapitalismus und mit dem Gespenstischen in den Emotionen. Sie versuchen, die Geister und Dämonen, die uns in ruhigen Stunden heimsuchen, einzufangen und sichtbar zu machen, in der Hoffnung, ihnen dadurch etwas von ihrem Grusel zu nehmen. Und sie fragen sich, woher die Gespenster kommen - und warum sie uns letztlich nie loslassen. SPRING wurde 2004 in Hamburg gegründet. Seitdem erscheint jeden Sommer ein neuer Band der Anthologie, der die unterschiedlichen Arbeiten aus den Bereichen Comic, Illustration und freier Zeichnung zu jeweils einem Thema bündelt. Die Gruppe besteht seit Beginn ausschließlich aus Frauen und ist mittlerweile ein solides und wichtiges Netzwerk für Zeichnerinnen in Deutschland.
Die diesjährige Comic-Anthologie "Spring" dreht sich um Gespenster und zeigt, wie unterschiedlich man sich diese vorstellen kann, verrät Rezensent Alexander Diehl. Besonders häufig zeichnen die Autoren sie in diesem Band laut Diehl, als verdrängte Emotionen - an sich eine gute Idee, wenn sie nicht zu didaktisch oder westentaschenpsychologisch daherkommt, findet der Kritiker. Am besten haben ihm die Geschichten gefallen, in denen Text und Bild sich voneinander fortbewegen "auf dass ihre wechselseitige Abhängigkeit rasselt".
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