Klappentext
Elon Musk ist der mächtigste Mann der Welt. Tesla machte ihn zum dreihundertfachen Milliardär, mit seinem Satellitennetzwerk Starlink beeinflusst er das Kriegsgeschehen in der Ukraine. Sein Social-Media-Netzwerk X nutzt Musk als Bühne für seine persönliche Propaganda. Im Herbst 2024 kaufte er sich auch noch in die US-Regierung ein. Musk inszeniert sich als Retter der Zivilisation, doch sein Geniegestus birgt eine erschreckende Kehrseite: Ungewöhnlich viele Arbeitsunfälle in seinen Fabriken, gefährliche Fehler des Tesla-Autopiloten und zahllose gebrochene Versprechen werfen einen dunklen Schatten auf seinen Erfolg. Die Investigativjournalisten Sönke Iwersen und Michael Verfürden analysieren interne Tesla-Daten, werten Gerichtsakten aus und sprechen mit Kunden, Mitarbeitern und Hinterbliebenen. Ihre Recherchen zeigen einen Konzern außer Kontrolle und einen Chef ohne Skrupel. Sie sind ein Vorgeschmack darauf, was die Welt von Musk als erstem globalen Oligarchen zu erwarten hat.
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Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.08.2025
Rezensent Tillmann Neuscheler liest den von Sönke Iwersen und Michael Verfürden verfassten Band wie einen Krimi. Es geht um geleakte Dokumente aus den Erprobungen zu Teslas Autopilot-Projekt. Die Dokumente enthalten sensibles Material, Beschwerden über ernsthafte Sicherheitsprobleme mit dem Autopiloten, die durch einen Whistleblower in die Hände der Autoren geraten sind. Die Geschichte des Leaks und der sich anschließenden Recherchen ist laut Neuscheler schon die Lektüre wert. Darüber hinaus erfährt der Leser firmeninterne Geschichten und eine Menge über die Arbeit investigativer Journalisten, so Neuscheler. Lesenswert, findet er.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk, 08.04.2025
Sönke Iwersen und Michael Verfürden haben laut Rezensent Michael Meyer ein starkes investigativjournalistisches Buch über die Firma Tesla verfasst. Um deren Chef Elon Musk, beziehungsweise dessen Biografie, geht es diesmal ausnahmsweise nicht so sehr, lesen wir, stattdessen haben die Autoren einen umfangreichen Datensatz ausgewertet, den ihnen Lukasz Krupski, ein ehemaliger Tesla-Angestellter, zur Verfügung gestellt hat, außerdem haben sie mit anderen Mitarbeitern Gespräche geführt. Das Bild, das dieses Buch von der Firma zeichnet, ist, stellt Meyer klar, kein freundliches, vor allem kümmert sich Tesla viel zu wenig um Sicherheitsprobleme, etwa in Bezug auf ein Autopilotsystem, das viele Unfälle verursacht hat. Tesla und Musk setzen auf Schnelligkeit statt Sorgfalt, die Probleme werden auf die Belegschaft abgewälzt, die zu allem Überfluss auch noch schlecht bezahlt und gegängelt wird, was die Firma unter anderem in Konflikt mit deutschen Arbeitsschutznormen bringt. Insgesamt ziemlich "toxisch", diese Firma, findet Meyer nach der Lektüre, angesichts der politischen und anderweitigen Ambitionen Musks wird man sich womöglich auf noch Schlimmeres gefasst machen müssen.