Drei Männer verschwinden spurlos auf der MS Rjúkandi, einer Nordatlantikfähre. Zwei Frauen machen sich auf den Weg, um nach ihren verschollenen Freunden zu suchen - und sie besteigen das Schiff nach Island in der festen Überzeugung, bald wieder zu Hause zu sein. Aber schon in den ersten Tagen an Bord fallen ihnen merkwürdige Dinge auf, und die seltsame Atmosphäre: Die Crew ist überirdisch gutaussehend, der Kapitän scheint bei aller Erhabenheit und Coolness stets einen Sack voll Schuld mit sich herumzuschleppen, und was zur Hölle ist eigentlich mit der Barfrau los? Simone Buchholz erzählt von Freundschaft und Liebe, von der Endlichkeit des Lebens und der Unendlichkeit des Ozeans, und von Iva und Malin, die sich plötzlich in einer Parallelwelt ohne Ausgang wiederfinden, in der alles, was sie im Leben für wichtig hielten, plötzlich nicht mehr zählt.
Unter dem Hashtag Segelsexbuch firmiert das Buch auf Twitter, ein Buch voller Wünsche und (Alb-)Träume, klärt uns Rezensentin Eva Behrendt auf. Und voller Meer und Schiffe. Protagonistin Iva begibt sich mit ihrer Freundin Malin auf eine Reise mit einer Autofähre, um deren vermissten Freund zu suchen. In diese Rahmenhandlung mischen sich bald fantastische Elemente, inklusive Jungbrunnen, der nach anfänglicher Begeisterung doch zum gruseligen Albtraum wird, fährt die Kritikerin fort. "Unsterblichkeit als Horrorvision" ist für die Rezensentin ein spannendes Konzept, das ihr dann aber in Buchholz' Roman noch nicht ganz auserzählt scheint, ein bisschen mehr Tiefe hätte ihr gefallen. Sie lobt dafür die Sprache der Autorin, die sei jung und echt.
Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Botho Strauß: Bleiben und Blicken In Botho Strauß' neuem Buch geht es um die Zeit und ihr Vergehen, um den Zauber der Kunst, um das Originale und das Eigentliche. Vor allem sind es Begegnungen und Nichtbegegnungen,… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…