Silvia Avallone

Marina Bellezza

Roman
Cover: Marina Bellezza
Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2014
ISBN 9783608980189
Gebunden, 566 Seiten, 24,95 EUR

Klappentext

Aus dem Italienischen von Michael von Killisch-Horn. Marina und Andrea sind ein ungleiches Paar: Sie möchte um jeden Preis Fernsehstar werden und die Welt erobern, er will die Welt hinter sich lassen und die Alm seines Großvaters bewirtschaften. Sie können nicht mit, aber auch nicht ohne einander. Was sie verbindet, ist der übermächtige Wunsch, der Gegenwart zu entkommen. Und damit auch dem langweiligen Provinzstädtchen Biella, in dem beide groß wurden. Silvia Avallone erzählt von unbedingter Liebe und dem Hunger nach Leben. Der kann allerdings sehr schnell in Hass umschlagen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 04.10.2014

Nach Silvia Avallones Debütroman "Ein Sommer aus Stahl" über den Niedergang der Schwerindustrie hatte Maike Albath hohe Erwartungen an den Nachfolger - und ist von "Marina Bellezza" ziemlich enttäuscht. Wobei sie der Autorin keineswegs mangelnde Ambition vorwerfen kann, im Gegenteil: Avallone nimmt sich mit ihrer Geschichte um drei Endzwanziger, die sich auf unterschiedliche Weisen im Italien der Gegenwart zu behaupten versuchen, eher zu viel als zu wenig vor: Sozialreportage, Medienkritik und Generationenporträt soll der Roman laut Rezensentin wohl sein, doch stilistische Schwächen, Klischees und fehlende Struktur lassen das Vorhaben weitgehend scheitern - ein aufmerksamer Lektor hätte hier schlimmeres verhindern können, meint Albath ernüchtert.