Seung-U Lee

Der Blick zur Mittagszeit

Cover: Der Blick zur Mittagszeit
Thelem Verlag, Dresden 2024
ISBN 9783959085878
Gebunden, 178 Seiten, 24,80 EUR

Klappentext

Aus dem Koreanischen von Yuri Ko und Dominik Feise. Der neunundzwanzigjährige Student Han Myeong-Jae, an Tuberkulose erkrankt, wird überraschend von großer Unruhe ergriffen: Dass er seinen Vater nie gekannt hat, verstört ihn jetzt und stört seine idyllische Genesungsruhe. Er macht sich auf die Suche, reist in die Grenzzone seines geteilten Landes; dort hofft er, den verschollenen Vater zu finden. "Der Blick zur Mittagszeit" ist eine Reise in die Seele eines jungen Mannes, der sich plötzlich in einem Alptraum aus Fragen wiederfindet. Doch am Ende, wenn das Licht am hellsten ist, ist die Einsicht unausweichlich.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.06.2024

Dieser Roman des Koreaners Seung-U Lee tritt in einen Dialog mit Rilkes "Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge", erklärt Rezensent Steffen Gnam, es geht um Väter und das Verhältnis zu ihnen: Der Student Han Myeong-Jae wird in die Nähe der demilitarisierten Zone entsandt, um seine Tuberkulose zu kurieren und trifft dabei auf seinen Vater, der sich anschickt, Bürgermeister zu werden. Die Ablehnung seines Vaters trifft Myeong-Jae, er versucht, dessen Wahlkampf zu sabotieren, erfahren wir. So ergibt sich für den überzeugten Kritiker eine Geschichte über Grenzen und ihre Überschreitungen auch im metaphorischen Sinn.