Mit 34 Illustrationen. Ob Suchmaschine, Navigationssystem, Datensicherheit, Online-Dating oder Studienplatzvergabe - Algorithmen sind überall. Sie zu verstehen, ist wichtiger denn je. Mit diesem Buch kann das sogar Spaß machen. Denn Sebastian Stiller zeigt den Planeten der Algorithmen, wie wir ihn noch nie gesehen haben: jenseits von Hype und Panik, überraschend und glasklar. Das Buch versteht sich als Reiseführer, vom Experten für die Allgemeinheit geschrieben. Schließlich gehört der Autor, ein angewandter Mathematiker, zu den Einheimischen auf dem Planeten der Algorithmen. Am Anreisetag der 7-tägigen Tour erleben wir, wie nahe uns der Planet der Algorithmen liegt, ganz egal, ob wir ein Smartphone benutzen oder noch Telefonbücher wälzen. Am 2.Tag nehmen wir uns Zeit für eine schlichte Frage: Was ist ein Algorithmus? Am 3. Tag erleben wir, wie real Komplexität auf unserem Planeten ist. Am 4.Tag erlernen wir ein paar einfache Techniken, um auf die Jagd nach Informationen zu gehen. Für den 5. Tag ist klassisches Touristenprogramm vorgesehen, unter anderem die berühmten kalifornischen Suchmaschinen. Am 6.Tag erkunden wir, wie Algorithmen menschliches Zusammenleben gestalten, und am Abreisetag machen wir die Bekanntschaft von vier alten Meistern des algorithmischen Denkens. Los geht's !
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.11.2015
Angeregt, aber nicht ohne Stirnrunzeln legt Fridtjof Küchemann dieses Buch zur Seite, das in "Hype und Hysterie" bezüglich der schwer verständlichen Formeln, die unsere Welt analysieren, nicht einstimmt und lieber erklären will, wie sie funktionieren. Der Autor gebe sein Buch als Reiseführer aus, um die Sache anschaulich zu machen, und beschreibe algorithmisches Denken als einen "Reifeprozess", der darin besteht "sich zu überlegen, wie man sich etwas überlegt". Küchemann nennt einige Beispiele in der praktischen Anwendung der Algorithmen und verspricht auch, dass der Leser mehr über die Algorithmen von Ebay oder Google lernt. Aber wie gesagt: Es geht nicht ab ohne Stirnrunzeln. Manche der Versuche, das Thema anschaulich zu machen, enden für Küchemann in abstrakten Sackgassen. Und an manchen Punkten hätte sich Küchemann gewünscht, dass der Autor noch weiterdenkt.
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