Eddy ist sich ganz sicher: Seine Familie ist gar nicht seine Familie. Denn eine Frau, die aus seinen Baseball-Sammelbildern Lampenschirme bastelt und ihm selbst gebatikte Unterwäsche schenkt, kann unmöglich seine Mutter sein. Und ein Mann, der ständig mit zu kurzen Hosen rumläuft, ist auf gar keinen Fall sein Vater. Gemeinsam mit seinem besten Freund Matts findet Eddy über die Schulakten heraus, dass Bob-Oh am selben Tag, im selben Jahr, im selben Krankenhaus geboren wurde. Für die beiden steht fest: Eddy und Bob-Oh wurden als Babys verwechselt... Ein Kinderroman, der nicht nur das "ganz normale" Familienchaos beschreibt, sondern gleichzeitig die Suche eines 11-jährigen nach sich selbst und seinen Eltern erzählt.
Viel sagt Reinhard Osteroth in seiner kurzen Besprechung über Sara Weeks "total normalen" Eddy nicht. Eddy will weg von seinen Eltern, denn die sind ihm zu flippig. Also fädelt er einen Elterntausch ein. Hier stoppt der Rezensent die Inhaltsangabe und stellt in Aussicht, dass das Buch genügend Stoff für eine komische, rührende und versöhnliche Desillusionierung bereit hält. Einfach wunderbar, ruft Osteroth begeistert aus, Weeks kleine Geschichte sei ein Exempel voller Kichererbsen.
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