Samuel Pepys

Die geheimen Tagebücher

Gelesen von Roger Willemsen. 2 CDs
Cover: Die geheimen Tagebücher
Kein und Aber Verlag, Zürich 2005
ISBN 9783036911540
CD, 19,90 EUR

Klappentext

2 CDs, 121 Minuten. Gekürzte Hörfassung nach der von Volker Kriegel und Roger Willemsen herausgegebenen Buchausgabe. Aus dem Englischen von Georg Dedderich. Gelesen von Roger Willemsen. Er war ein wetterwendischer Opportunist, ein Frauenjäger der dreistesten Art, ein barscher Vorgesetzter - und ein manischer Tagebuchschreiber. Samuel Pepys (1633-1703) legte in seinen Tagebüchern über alles Rechenschaft ab - über seine (manchmal mafiösen) Geschäftsmethoden im Marineamt, seine Ausschweifungen in düstren Kneipen und fremden Betten, seine Ehezwistigkeiten, seine Krankheiten, seine Speisezettel, seine Erniedrigungen, seine Selbstzweifel, seine Verdauungsstörungen. Entstanden ist so ein einzigartiges Dokument, in dem spannendstes zeitgeschichtliches Material, privateste Bemerkungen und absonderliche Ideen eine abenteuerliche, faszinierende und auch hochkomische Melange bilden.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 15.06.2005

Geheim waren die Tagebücher Samuel Pepys' schon lange nicht mehr, die im vergangenen Jahr mit erheblichem publizistischen Aufwand und Erfolg neu lanciert wurden, bemerkt "czz". Geheim waren diese Tagebücher nur, solange sie ihr Verfasser, ein britischer Beamte, im Verborgenen schrieb. Der deutsche Herausgeber Roger Willemsen habe nun eine Auswahl getroffen, eine "Blütenlese", wie "czz" pikiert feststellt, die er persönlich vorträgt. Gegen Willemsens Stil hat "czz" nichts einzuwenden, der sei "lebendig". Allerdings lasse die Zwei-Stunden-Leseversion zehn Jahre Leben ziemlich zusammenschnurren, wobei sich Willemsen dankenswerter Weise auf drei Punkte konzentriert hat: die Pest im Jahr 1665, den Brand Londons und Pepys' wechselhaftes Liebesleben. Vor allem letzteres scheint "czz" in Willemsens akustischer Darbietung attraktiv zu finden; am schönsten klinge es da, wo sich der Verfasser in einer Art privaten Geheimsprache mit anglo-franko-italo-hispanischen Anteilen ausgedrückt und verlustiert habe.
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