Aus dem Amerikanischen von Ingo Herzke und Michael Kellner. Ricky Mendoza, genannt Ghost, ist Panzerknacker, der beste von L.A. Früher war er Gangster, jetzt knackt er für die Polizei die Safes der Banden. Doch Ghost plant einen Coup. Er will Geld abzweigen, sehr viel Geld. Nicht aus Eigennutz - das hätte er vielleicht getan, bevor er in der Krebsklinik Rose kennenlernte. Rose ist lange tot, Ghost wurde geheilt. Doch nun ist der Tumor zurück. Ghost wird sterben. Bis dahin will er den Bösen nehmen und den Armen geben. Ein Dead Man Walking.Rudy Reyes, genannt Glasses, ist die rechte Hand des Drogenkönigs. Er hat eine solide Verbrecherkarriere hinter sich, aber er hat auch Familie in Mexiko, wo die Kartelle ganze Dörfer abschlachten. Glasses fühlt sich mitschuldig, er will ein neues Leben beginnen. Mit der Polizei arbeitet er seit längerem zusammen; gerade hat er eine Liste mit den Gelddepots der Gangs geliefert. Vielleicht ist auch er ein Dead Man Walking.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 31.10.2018
Rezensent Nicolas Freund zweifelt keinen Augenblick an der Authentizität dieses Romans und seines Autors, der neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit als Professor arbeitet und sich in mehreren sozialen Projekten in Los Angeles engagiert. Dieses Vertrauen, betont der Rezensent, hat nichts mit Gattis' Tattoos zu tun und nichts mit dem Milieu, indem sich seine Figuren bewegen. Es ist die Zwiegespaltenheit der Protagonisten, die ihre und Gattis "Street-Credibilty" ausmacht - ihr ständiges Lavieren zwischen zwischen Kriminalität, Brutalität und Egoismus auf der einen und Gutherzigkeit und Rechtschaffenheit auf der anderen Seite. Ricky Mendoza z.B. ist nicht nur Gangmitglied und Verbrecher, sondern auch in der Drogeneinheit der amerikanischen Polizei tätig, lesen wir. Um Typen wie ihn geht es Gattis in "Safe", erklärt der Rezensent, der selten einen Thriller mit so widersprüchlichen und so echt erscheinenden Figuren gelesen hat.
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