Klappentext
Aus dem amerikanischen Englisch von Heike Reissig. Margo braucht Geld. Seit sie ungewollt von ihrem Collegeprofessor, der sie jetzt mit dem Kind allein lässt, schwanger wurde, mehr denn je. Wie Margo es auch dreht und wendet, kein Job scheint passend zu sein oder könnte auch nur ansatzweise ihr Leben mit einem Baby finanzieren. Durch einen Zufall wird sie auf die Plattform OnlyFans aufmerksam, und Margo ist fasziniert von dieser Welt, in der Frauen mit sich und ihrem Körper experimentieren und offenbar gut dabei verdienen. Also beginnt auch sie, Inhalte zu produzieren. Dabei erhält sie Unterstützung von ihrer Mitbewohnerin Suzie, einem großen Cosplay-Fan, und auch von ihrem Vater Jinx, einem Ex-Wrestlingprofi. Ehe sie sich's versieht, ist Margo ein Onlinephänomen. Könnte dies die Antwort auf all ihre Probleme sein, oder hat der Internetruhm einen zu hohen Preis?
Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 01.02.2025
Schwierige Themen verarbeitet Rufi Thorpe in diesem Roman geschickt und mit einem feministischen Dreh, so Rezensentin Clara Hoheisel. Thorpe stellt laut Hoheisel Margo ins Zentrum, eine alleinerziehende 20-jährige, der Vater hat sie sitzen gelassen, weshalb sie sich nun gezwungen sieht, ihr Geld mit erotischen Videos auf eine Plattform namens "OnlyFans" zu verdienen. Nicht Margos Entscheidung, diese Videos zu drehen, sondern die Verhältnisse, die sie dazu zwingen, klagt das Buch an, freut sich Hoheisel, thematisiert wird die mangelnde Achtung für Pflegearbeit sowie eine verlogene Sexualmoral. Außerdem wird, auch das gefällt der Rezensentin, Margo stets als eine aktiv über ihre Situation verfügende Figur dargestellt, dabei hilft ein erzählerischer Kunstgriff, nämlich der gelegentliche Wechsel der Erzählperspektive von der ersten zur dritten Person. Zudem webt Thorpe in den durchaus düsteren Erzählstoff auch Komisches ein und verbindet insgesamt auf schöne Weise das Leichte mit dem Harten, schließt die positive Besprechung.
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